Spielgefährte für Roboterhund

Technikverliebte können ihre Roboterhunde demnächst stilecht von einem humanoiden Roboter ausführen lassen.

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Der humanoide Roboter Wakamaru soll noch in diesem Jahr in den Einzelhandel kommen. Wakamaru kann bis zu 10.000 Wörter und Gesichter von bis zu zehn Personen erkennen; über das Internet besorgt er sich Informationen vom Wetterbericht bis hin zu lokalen Shopping-News. Laut den recht spärlichen technischen Angaben läuft die Maschine unter Linux. Der Leiter des Wakamaru-Projekts Ryota Hiura ist überzeugt, dass die Japaner damit weltweit den richtigen Nerv getroffen haben. "Roboter sind nicht einfach Maschinen, sondern liefern auch eine kulturelle Erfahrung."

Die Maschine sollte zunächst bereits Mitte 2004 auf den Markt kommen. Hersteller Mitsubishi Heavy Industries Ltd. entschied sich dann aber, die diesjährige Weltausstellung zu einem umfangreichen Praxistest zu nutzen. Offenbar hat das schwarzäugige Kerlchen seine Feuertaufe als Expo-Führer bestanden und soll nun voraussichtlich ab Dezember für eine Million Yen (rund 7300 Euro) in Japan als "Partnerroboter" verkauft werden. Nach einem Bericht der japanischen Wirtschaftszeitung Nihon Keizai Shimbun hat Mitsubishi Heavy mittlerweile sechs Partnerfirmen für Vertrieb, Service und die Entwicklung von Anwendungssoftware gefunden. Ob der Roboter auch in USA oder Europa verkauft wird, ist derzeit nicht bekannt.

Skeptiker wie der Roboter-Experte Allan Branch glauben allerdings nicht, dass es innerhalb eines absehbaren Zeitraumes zur Durchdringung unserer Lebenswelt mit Service-Robotern kommt, denn einerseits seien die technischen Hürden zu hoch und andererseits die Kosten für menschliche Arbeitskaraft zu niedrig. (wst)