Do-it-yourself-Roboter erkennt Umweltgifte

US-Forscher haben den Staubsaugerroboter Roomba so umgebaut, dass er als mobiler Raumluftsensor genutzt werden kann.

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US-Forscher haben den Staubsaugerroboter Roomba so umgebaut, dass er als mobiler Raumluftsensor genutzt werden kann.

Ein Projekt am Public Laboratory for Open Technology and Science im amerikanischen Cambridge erlaubt Bastlern, Umweltgifte im Haus aufzuspĂĽren.

Roboter erkennt Umweltgifte in der Raumluft (4 Bilder)

Roomba auf SchnĂĽffeltour

Roboter könnten in einigen Jahren erkennen, ob sich in der Raumluft Umweltgifte befinden. Forscher am Public Laboratory for Open Technology and Science (PLOTS) haben in Zusammenarbeit mit der Rhode Island School of Design einen Roomba-Staubsauger von iRobot entsprechend umgebaut. Der Roboter wurde dazu mit einem zusätzlichen Akkusatz (das schwarze Kästchen) und einem Chemikaliensensor (neben dem Licht) ausgestattet. Im Test verändert sich die Anzeige langsam von Gelb nach Blau, wenn eine zunehmende Menge Alkohol in der Raumluft erkannt wird. In einem nächsten Schritt sollen weitere Sensoren für andere flüchtige organische Verbindungen (sogenannte VOCs) wie Formaldehyd eingebaut werden. VOCs sind häufig in Holzmöbeln zu finden und können Schwindelgefühle und Unwohlsein auslösen, werden außerdem mit Asthma in Verbindung gebracht. "Es gibt bislang keine vernünftigen Werkzeuge für Otto-Normal-Verbraucher, um die Raumluft ständig auf Umweltgifte zu überwachen", erläutert Gennet Paauwe, Sprecherin der Umweltbehörde California Air Resources Board, die das PLOTS-Projekt kennt. (Bild: PLOTS)

(bsc)