Kommerzieller ENUM-Start in Irland

Ab kommendem FrĂĽhjahr werden in dem Inselstaat Internetadressen mit eingetragenen irischen Telefonnummern angeboten.

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  • Monika Ermert

Die irische Regulierungsbehörde Commission for Communications Regulation (ComReg) hat gestern den kommerziellen ENUM-Dienst in Irland gestartet. Laut einer Mitteilung der ComReg bietet das im März bei einer internationalen Ausschreibung auserkorene IENUM-Konsortium im ersten Vierteljahr 2007 unter 353.e164.arpa Internetadressen mit eingetragenen irischen Telefonnummern an. ComReg-Chef Mike Byrne erwartet, dass der neue Dienst eine solide Basis für die Verknüpfung der unterschiedlichen VoIP-Inseln auf der grünen Insel schaffe. Carrier sollen so Routing und Zusammenschaltung verbessern und ihre Kosten senken können.

Die ComReg hat 2005 eine eigenen Rufnummerngasse für VoIP-Angebote eingeführt, gleichzeitig aber auch die Vergabe geografischer Rufnummern durch VoIP-Provider zugelassen. Interessensbekundungen, ENUM anzubieten, gebe es mehrere, sagt Michael Haberler vom IENUM-Partner Internet Privatstiftung Austria (IPA). Da sich die abschließende Vertragsverhandlung zwischen IENUM und der ComReg allerdings fast ein Jahr hingezogen habe, hätten viele Provider erst einmal abgewartet. Die Partnerschaft zwischen irischer Registry (IEDR) und IPA war bereits im März erfolgreich aus einem internationalen Bieterverfahren hervorgegangen. Auch das DeNIC hatte sich in dem Bieterverfahren beteiligt, war dem IENUM-Konsortium allerdings unterlegen.

Das IPA-Unternehmen ENUM.at hatte das weltweit erste kommerzielle ENUM-Angebot auf den Markt gebracht. In Österreich setzt man inzwischen neben dem auch in Deutschland nur langsam anlaufenden Nutzer-ENUM auch auf eine spezielle Lösung für Carrier. IENUM wird laut ComReg das siebte kommerzielle ENUM-Angebot in Europa, nach Österreich, Deutschland, Finnland, den Niederlanden, Polen und Rumänien. Eine ENUM-Domain soll wie in Österreich rund 6 Euro kosten, damit ist sie im Einkauf teurer als eine de-Domain. Im Dutzend kaufen die Provider allerdings wie üblich billiger. (Monika Ermert) / (anw)