Patentstreit: Microsoft versus Alcatel

70 Millionen US-Dollar soll Microsoft an Alcatel zahlen, weil eine Outlook-Funktion zur Eingabe von Formulardaten per Touchscreen die Patente des Telekommunikationsunternehmens verletzt.

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Von
  • Benjamin Benz

Im seit 2003 schwelenden Streit zwischen Microsoft und Alcatel um Patente für Benutzerschnittstellen gibt es ein neues Urteil. Diesmal spricht eine Jury aus San Diego dem Hersteller von Telekommunikationsausrüstung Alcatel-Lucent 70 Millionen US-Dollar zu – insbesondere für Patente zur Eingabe von Formulardaten per Touchscreen, mit denen eine entsprechende Outlook-Funktion kollidiert. Zuletzt hatte Alcatel 75 Millionen US-Dollar gefordert, während Microsoft das Gericht um eine Begrenzung auf maximal 5 Millionen US-Dollar ersucht hatte. Laut US-Medienberichten prüft Microsoft derzeit das Urteil und will möglicherweise Berufung einlegen.

Vor etwa zwei Jahren hatte der Court of Appeals for the Federal Circuit in Washington D.C. als Berufungsgericht eine Entscheidung einer anderen Jury aus San Diego von 2008 gekippt, die Microsoft 358 Millionen US-Dollar gekostet hätte. (bbe)