Italienische Telco Wind soll 2006 an die Börse
Offen erscheint nur noch, an welcher Börse die Nummer zwei der Festnetzbetreiber und drittgrößter Mobilfunkanbieter Italiens notiert wird. Der derzeitige Besitzer der früheren Enel-Tochter ist zugleich Chef der ägyptischen Telco Orascom.
Das italienische Telekommunikationsunternehmen Wind soll im kommenden Jahr an die Börse gehen. Der neue Besitzer des Konzerns, der ägyptische Investor Naguib Sawiris, arbeite bereits an den Einzelheiten des Börsengangs, berichtete die italienische Zeitung La Repubblica. Es sei jedoch noch ungewiss, ob der drittgrößte Mobilfunk- und zweitgrößte Festnetzbetreiber Italiens in Mailand, London oder Kairo notiert werden soll, hieß es.
Weiter wurde bekannt, dass Sawiris jährlich eine Milliarde Euro in das Unternehmen investieren will. Wind-Chef Tommaso Pompei bleibe zunächst in seinem Amt, jedoch gebe es Unstimmigkeiten zwischen dem Manager und Sawiris über die künftigen Industriepläne. Sawiris ist der Chef der ägyptischen Orascom Telecom. Er hatte Wind im vergangenen Mai über das Konsortium Weather Fund vom italienischen Energieversorger Enel übernommen. Nach Angaben von Wind hatte die Transaktion ein Volumen von rund 12 Milliarden Euro. Derzeit hält Enel über Weather indirekt noch Anteile an Wind. Im Juni hatte der Energiekonzern angekündigt, bis 2008 das Telco-Geschäft komplett aufzugeben. Bereits im vergangenen Jahr hatten sich verschiedene Interessenten Bietergefechte um Wind geliefert. (dpa) / (ssu)