Fedora-Projekt passt Support-Strategie an
Das Fedora-Legacy-Projekt, das Updates für ältere Fedora-Versionen liefert, stellt den Betrieb ein. Den Support-Zeitraum für die jeweils aktuelle Distributionen will das Fedora-Projekt zukünftig jedoch ausdehnen.
Mit der zum Jahresende offiziell verkündeten Einstellung des Fedora-Legacy-Projekts versorgt das maßgeblich von Red Hat getragene, zuletzt jedoch nicht mehr zuverlässig arbeitende Projekt nun nur noch die Fedora-Distributionen Core 5 und 6 mit Sicherheitsupdates. Das dürfte unter anderem einige Kunden von Web-Hostern treffen, die teilweise noch die älteren Fedora-Distributionen anbieten.
Fedora Legacy war parallel zur Gründung des Fedora-Projekts entstanden und versorgte alte Red-Hat-Linux-Versionen wie 7.3 oder 9 sowie die Fedora-Core-Distributionen auch nach dem Ablauf der offiziellen Support-Zeiträume noch mit Sicherheitskorrekturen. Für Fedora Core 3 und 4 hatte das aber zuletzt kaum noch geklappt, nachdem Fedora Legacy mehr und mehr unter Mitstreitermangel litt und sich auch aus Reihen der auf Fedora setzenden Web-Hoster keine Unterstützung fand.
Die Einstellung von Fedora Legacy erfolgt im Rahmen der größerer Umstrukturierungen im Fedora-Projekt – der offizielle Support-Zeitraum für die aktuellen und zukünftigen Distributionen soll den Plänen zufolge ausgedehnt werden. Nach der ursprünglichen Planung hätte das Projekt die Versorgung von Sicherheitskorrekturen für Fedora Core 5 mit der Veröffentlichung der zweiten Beta-Version der siebten Version eingestellt; in Zukunft wollen die Entwickler ältere Distribution noch zirka drei Monate länger bis zirka einen Monat nach der Freigabe der übernächsten Version offiziell unterstützen.
Für Anwender, die längere Support-Zeiträume benötigen, verweisen die Projekt-Mitstreiter auf Linux-Distributionen wie Red Hat Enterprise Linux oder deren kostenlos erhältlichen Abkömmlinge wie CentOS. Sie basieren auf Fedora und versprechen, die Distributionen sieben Jahre lang mit Sicherheitskorrekturen zu versorgen. (thl)