Lintec erhöht Eigenkapital
Der Computerhersteller hatte den Aktionären Anteile zum Ausgabepreis von 1 Euro angeboten. Nun ist das Grundkapital des Unternehmens um 2,2 Millionen Euro auf 4,4 Millionen Euro gestiegen.
Der börsennotierte Computerhersteller Lintec sieht sich auf dem Weg aus seiner Liquiditätskrise. Das Grundkapital des Unternehmens ist um etwa 2,2 Millionen Euro auf rund 4,4 Millionen Euro gestiegen, teilt die Lintec Information Technologies AG heute mit. Die Zeichnung durch die Aktionäre sei abgeschlossen. Der Computerhersteller in Taucha bei Leipzig hatte ihnen Aktien zum Ausgabepreis von 1 Euro angeboten. Mit der Erhöhung des Kapitals wurde nach Angaben von Lintec die Grundlage für einen Betriebsmittelkredit in Höhe von 5 Millionen Euro geschaffen.
Auch die zweite Voraussetzung für den Kredit ist nach Angaben eines Unternehmenssprechers erfüllt: Die Bürgschaft des Freistaates Sachsen steht. "Wir gehen davon aus, dass der Kredit Ende September bewilligt wird", sagte der Sprecher. Damit sei es Lintec möglich, vom anstehenden Weihnachtsgeschäft zu profitieren. Die Lintec-Aktie notierte an der Frankfurter Börse am heute Nachmittag bei 2,03 Euro und stieg damit zum Vortag um 4,10 Prozent.
Nach Umsätzen von bis zu 300 Millionen Euro war das einstige ostdeutsche Vorzeigeunternehmen 2001 in eine tiefe Krise gestürzt. Eine strikte Konzentration auf das Kerngeschäft, konsequenter Rückzug aus Beteiligungsgeschäften und ein solides Finanzierungskonzept sollen die Talfahrt stoppen. Zur Halbjahresbilanz 2005 war der Umsatz um gut 47 Prozent auf rund 4,45 Millionen Euro geschrumpft. Der Konzernfehlbetrag belief sich auf 1,66 Millionen Euro. Lintec hat derzeit 113 Mitarbeiter. Kerngeschäft sind die eigene Produktion sowie Handel und Dienstleistungen bei PC, TV-Geräten und Unterhaltungselektronik. (dpa) / (anw)