Jammen im Browser
Das Start-up Ujam bietet eine kostenlose Flash-basierte Software an, mit der auch Musiklaien ordentlich klingende Songs schaffen können.
Das von deutschen Internet-Unternehmern gegründete Start-up Ujam aus Menlo Park in Kalifornien will das Musikmachen am Computer deutlich einfacher machen. Statt sich eine Software herunterladen zu müssen, können Interessierte die Software der Firma in jedem handelsüblichen Browser wie Firefox, Safari oder Chrome nutzen, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe. Einzige Voraussetzung ist ein installiertes Flash-Plug-in.
Ujam erlaubt es auch Anfängern, einen durchaus professionell klingenden Song zu produzieren – und das bislang kostenlos. Dazu beginnt der Nutzer mit einer noch ohne Akkorde untermalten Melodie, bei der es ausreicht, sie ins Mikrofon des Rechners zu singen, zu summen oder mit einem Instrument einzuspielen.
Die so eingespeiste Melodie wird vom Ujam-Server im Internet anschließend analysiert. Die Software versucht, Tonhöhen möglichst genau zu erkennen. Wer seine Stimme nicht leiden mag, kann die Melodie anschließend auch von einem anderen Instrument wiedergeben lassen. Das fertige Werk kann dann auf der Ujam-Website ausgestellt oder mit Freunden in sozialen Netzwerken geteilt werden – Facebook wird ebenso unterstützt wie das Musikernetz Soundcloud.
Die Idee scheint anzukommen: Das Start-up hat bekannte IT-Investoren wie die Risikokapitalfirma des SAP-Gründers Hasso Plattner angelockt und wird von Künstlern wie dem Filmmusiker Hans Zimmer beraten. Auf der Start-up-Konferenz "TechCrunch Disrupt" belegte Ujam kürzlich den zweiten Platz – für Firmen mit europäischer Herkunft eine Seltenheit.
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(bsc)