Euronics will Anschluss an Media-Saturn nicht verlieren

Die IFA platzt 2011 aus allen Nähten, die Umsatzentwicklung bei Unterhaltungselektronik und Weißer Ware bleibt aber hinter den Erwartungen der Branche zurück, mahnt Euronics-Präsident Hans Carpels.

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Während die IFA 2011 aus allen Nähten platzt, verkündete Euronics-Präsident Hans Carpels anlässlich der Messe in Berlin, dass die "Zeiten für Unterhaltungselektronik und Weiße Ware nicht rosig" seien – der Elektronik-Einkaufsverbund halte aber dennoch an seinen Wachstumszielen fest.

Euronics will den Anschluss an Media-Saturn nicht verlieren und die Position Zwei im europaweiten Handelsgeschäft verteidigen. Dazu peilt der Verbund eine Umsatzmarke von 20 Milliarden Euro an, die Carpels bis 2020 erreicht haben will. Media-Saturn erzielte bereits im vergangenen Jahr einen höheren Erlös – und das trotz Stagnation im heimischen deutschen Markt.

Im selbsternannten Jahr des Fachhandels entwickeln sich die Verkaufszahlen in der Unterhaltungselektronik bisher nicht ganz nach Wunsch der Branche. Der Boom bei Flachbildfernsehen aus den vergangenen Jahren flaut allmählich ab und beim Trend-Thema 3D zeigen sich die Verbraucher weniger interessiert als erhofft. Euronics-Präsident Carpels gibt sich im Hinblick auf die Umsatzentwicklung 2011 daher auch nur gedämpft optimistisch.

Der Elektronikhändler peilt einen Jahresumsatz von 15,5 Milliarden Euro an – das entspräche einem Wachstum von rund 2,6 Prozent gegenüber 2010. Das langfristige Umsatzziel könne Euronics erreichen, wenn sich die Verbundgruppe stärker auf die Betonung der eigenen Marke konzentriere und neue Konzepte im Vertrieb umsetze. Dazu zählen beispielsweise Fachmärkte mit einem Fokus auf Mobility-Produkte sowie Großflächenmärkte im XXL-Format, mit denen Euronics unter anderem im Wettbewerb mit Media-Saturn punkten will. (map)