Keine Promis im Internet-Rotlichtbezirk .xxx

Noch in der Vorregistrierungsphase für die neue Domainendung .xxx haben sich nach einem Medienbericht über 4000 Prominente in eine Sperrdatenbank eintragen lassen.

vorlesen Druckansicht 98 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.
Von

Cybersquatting, die unberechtigte Registrierung einer Domain mit einem bekannten Begriff oder Namen, soll in der Vorregistrierungsphase für die neue Rotlicht-Domain .xxx möglichst vermieden werden. Die Registrare bieten daher Prominenten an, ihre Namen in eine Sperrdatenbank einzutragen. Domains wie madonna.xxx sollen somit gar nicht erst registriert werden können.

Nach einem Bericht der britischen Zeitung Guardian haben bereits mehr als 4000 Prominente von diesem Angebot Gebrauch gemacht, darunter Angelina Jolie und Donald Trump. Zudem hat der Registrar ICM Registry weitere 15.000 Begriffe von der Registrierungsmöglichkeit ausgenommen, die von verschiedenen Regierungen und Kinderschutzorganisationen vorgeschlagen wurden. Darunter befinden sich Formulierungen, die auf Sex mit Minderjährigen hinweisen, aber auch Städtenamen und Namen bekannter Politiker, etwa David Cameron, Tony Blair, Barack Obama und Margaret Thatcher.

Stuart Lawley, der CEO von ICM, hat laut dem Bericht zugesagt, unberechtigte Registrierungen sehr schnell zurückzunehmen. Bei dem Registrierungsprozess sei es zudem verboten, fremde Nachnamen zu nutzen. Die Sunrise-Periode für die Besetzung des neuen Rotlichtbezirks hat am 7. September begonnen, sie dauert noch bis zum 28. Oktober. In dieser Zeit können etablierte Erotikanbieter ihre eingetragenen Marken unter .xxx vorregistrieren oder Markeninhaber anderer Branchen ihren Namen sichern. (ll)