MP3Tunes hofft auf den Apple-Effekt
Der zweite Online-Musikdienst von MP3.com-Gründer Michael Robertson soll zusätzlich das Geschäft mit Linux-Rechnern voranbringen.
Der in dieser Woche vom Serien-Gründer Michael Robertson gestartete Online-Musikshop MP3Tunes.com weckt nicht nur Erinnerungen an sein ehemaliges Unternehmen MP3.com, das letztlich in den Händen von Vivendi Universal landete: MP3Tunes soll auch dazu dienen, den Umsatz von Robertsons Linux-Unternehmen Linspire anzukurbeln, sagte er in einem Gespräch mit Technology Review aktuell.
"Wenn man heute Linux auf dem Desktop-Computer verwendet, kann man keinen der bestehenden Online-Musikläden nutzen", sagt Robertson. Er bietet außerdem einen Komplett-Rechner mit dem Betriebssystem Linux an, auf dem Nutzer Musik zentral abspeichern und dann über Funk auf verschiedene andere Geräte übertragen können. Nutzer seiner Linux-Distrubution Linspire können die nötige Software auch einzeln kaufen. Apple koppelt die Nutzung seines iTunes Music Store an den Player iPod und feierte kürzlich den Verkauf des 250.000.000sten Songs.
Zum Start von MP3Tunes waren dort nur Werke von recht unbekannten Bands verfügbar -- eine Folge der Entscheidung, nur Dateien ohne Kopierschutz und DRM anzubieten. Robertson zeigt sich aber -- wie schon zu MP3.com-Zeiten -- optimistisch, dass auch die großen Plattenfirmen bald mitziehen werden: "Ihre Musik ist doch längst im MP3-Format im Internet, ich klebe nur ein Preisschild darauf. Besonders radikal ist das nicht."
Siehe dazu in Technology Review aktuell: (sma)