Neuer Anlauf: OpenOffice kommt angeblich nativ auf den Mac
Die deutschsprachige OpenOffice-Gemeinde will die Entwicklung einer Mac-konformen Variante des Open-Source-Office-Pakets forcieren.
Die bisherigen Versuche, das plattformübergreifende Open-Source-Office-Paket auf den Mac zu bringen, gelten als gescheitert -- nicht zuletzt, weil es dem Projekt an Mac-Programmierern mit passendem Know-how mangelt. Auf einer Konferenz beschlossen 20 Interessierte aus dem deutschsprachigen Raum, allen voran Mac-Spezialist Eric Hoch, einen neuen Anlauf zu starten, um das freie Office-Paket doch noch auf Cocoa zu portieren: "Ihr könnt von Anfang an dabei sein, wenn ihr jetzt ins Team einsteigt", rief Hoch künftige Cocoa-Entwickler zur Mitarbeit auf. Ermutigt sieht sich das deutschsprachige Team durch einen sprunghaften Anstieg der Download-Zahlen für die aktuelle Mac-Version 1.1.4, die allerdings ein installiertes X11 voraussetzt und mit ihrer Unix-Oberfläche wie ein Fremdkörper auf viele Mac-Anwender wirkt.
Ob dieser neue Anlauf eines Tages ein natives OpenOffice für Mac OS X hervorbringt, erscheint angesichts der Schwierigkeiten der bisherigen Versuche allerdings fraglich, denn selbst Hilferufe der gerade mal zwei Programmierer an die Netzgemeinde stießen damals offenbar auf taube Ohren. Einer dieser beiden Entwickler hat sich mittlerweile ganz von der Idee einer nativen Mac-Version verabschiedet und verfolgt mit NeoOffice/J einen anderen Weg, um mehr Mac-Feeling in OpenOffice zu bringen. Seine Variante umgeht die größten Probleme mittels Java und benutzt so die Mac-eigenen Standardmenüs. Derzeit steht sie als Beta-Version 1.1 zum Download bereit. ()