DRAM soll bei Qimonda an Bedeutung verlieren

Nach dem Börsengang will sich Infineons ehemalige Speicherchipsparte Qimonda angeblich neu aufstellen.

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  • dpa

Der Speicherchiphersteller Qimonda will sich einem Pressebericht zufolge nach dem für die zweite Jahreshälfte geplanten Börsengang neu aufstellen: Das Stammgeschäft mit DRAM-Chips für Computer solle künftig stark an Bedeutung verlieren, berichtete die Financial Times Deutschland am Freitag unter Berufung auf Unternehmenskreise. "Ziel der Unternehmensführung ist es, den Anteil dieser Standardprodukte am Qimonda-Gesamtgeschäft mittelfristig auf rund 50 Prozent zu drücken und sich dafür stärker auf die Spezialanwendungen zu konzentrieren", zitiert das Blatt aus Unternehmenskreisen. Die neue Strategie werde in ein bis zwei Jahren schrittweise umgesetzt.

Qimonda war erst am 1. Mai dieses Jahres von Infineon ausgegliedert worden und ist eigenen Angaben zufolge derzeit der weltweit zweitgrößte Hersteller von DRAM-Speicherchips. Die Infineon-Sparte machte im Jahr 2005 noch einen Großteil ihres Umsatzes von 2,8 Milliarden Euro mit dem margenschwachen und schwankungsanfälligen DRAM-Geschäft. Der Börsengang von Qimonda wird bisherigen Medienberichten zufolge für August erwartet.

Qimonda-Vorstandsmitglied Thomas Seifert habe die Informationen über die angepeilte Neuorientierung nicht kommentieren wollen, berichtete die Zeitung. Er habe aber eingeräumt, dass eine weitere "Diversifikation" nötig sei, um dem Geschäft "einen Teil seiner Volatilität zu nehmen und höhere Margen zu erzielen". (dpa) / (jk)