US-Gericht verurteilt Jugendlichen wegen DDoS-Angriff

Amerikanischen Presseberichten zufolge wurde in der vergangenen Woche ein zur Tatzeit 14-Jähriger zu drei Jahren Haft auf Bewährung wegen eines Angriffs auf Microsoft-Server verurteilt.

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Von
  • Eric Kuch

Nach US-Medienberichten wurde am vergangenen Freitag ein Jugendlicher von einem US-Gericht zu drei Jahren Haft auf Bewährung, einer psychologischen Beratung sowie zur Ableistung von 300 Sozialstunden verurteilt. Er hatte gestanden, im August 2003 die Webseite von Microsoft für vier Stunden lahm gelegt zu haben. Ihm war vorgeworfen worden, den Wurm RPCSDBOT verbreitet zu haben. Die damit infizierten Rechner attackierten dann auf seinen Befehl die Microsoft-Server.

Das Büro des Staatsanwalts, das den Fall verfolgte, teilte mit, dass es sich bei dem Verurteilten um einen zur Tatzeit 14-Jährigen gehandelt habe. Zum Schutz des Jugendlichen dürfe man der Öffentlichkeit jedoch keine weiteren Details zur Person mitteilen. Der Delinquent wird nach der Verurteilung mit der Aussage zitiert: "Vor siebzehn Monaten machte ich den größten Fehler meines Lebens. Ich tat es aus Neugier heraus, und dachte nicht, dass ich Schaden anrichten würde. Es tut mir leid, dass ich Leuten Probleme bereitet habe, die ich noch nicht einmal kenne."

Die Cyber-Attacke fand in etwa zur gleichen Zeit statt, wie der Angriff eines Blaster-Wurms auf Microsoft, für den im vergangenen Monat ein 19-Jähriger zu eineinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden war. Mit dieser Blaster-Variante wurden zirka 1200 Rechner über einen RPC-Bug infiziert. Außer einer zeitliche Nähe hatten die beiden Angriffe aber nichts miteinander zu tun.

Siehe dazu auch: (eck)