Britische Regierung plant Versteigerung von 4G-Lizenzen
Nach einem britischen Zeitungsbericht plant die dortige Regierung die Versteigerung von 4G-Mobilfunklizenzen, was Milliarden Pfund in die Staatskasse spülen soll.
Die britische Regierung plant die Versteigerung von 4G-Mobilfunklizenzen, berichtet die britische Wirtschaftszeitung The Business. 4G ist der Nachfolger von UMTS. Der britische Regulierer Ofcom soll bereits Pläne für eine Versteigerung entwerfen. Während die Regierung auf mögliche Milliardeneinnahmen schielt, kritisiert die Industrie eine Auktion und schlägt eine einfache – und preiswerte – Frequenzzuweisung vor. Passende Dienste für 4G sollen frühestens 2010 an den Start gehen. Der neue Mobilfunkstandard bietet gegenüber heutigen Netzen erheblich höhere Bandbreiten.
Bei der Versteigerung der UMTS-Lizenzen waren nicht nur in Deutschland enorme Summen zusammengekommen. In Großbritannien bezahlten die Netzbetreiber 22,5 Milliarden Pfund, nach heutigem Kurs rund 32,7 Milliarden Euro. Die britische Mobilfunkindustrie vergleicht solche Zahlungen mit einer Steuer auf künftige Erlöse. Unternehmensvertreter sehen Lizenzzahlungen für noch nicht vorhandene Mobilfunknetze als Ausstellung eines Blankoscheck für Dienste, die bislang nur im Labor funktionieren. (uma)