Autonome Feldarbeiter
Der Roboter "Maizerati" der Universität Osnabrück hat die Prüfungen des "Field Robot Event 2006" am Samstag in Hohenheim bei Stuttgart am besten bewältigt.
- Bernd MĂĽller
- Dr. Wolfgang Stieler
"Maizerati" ist Weltmeister: Der Roboter der Fachhochschule Osnabrück hat die Prüfungen des "Field Robot Event 2006" am Samstag in Hohenheim bei Stuttgart am besten bewältigt. Die Weltmeisterschaft der Feldroboter fand erstmals 2003 an der Universität Wageningen in Holland statt. Erfunden hat die Veranstaltung Joachim Müller, damals Professor in Wageningen, heute Professor am Institut für Agrartechnik an der Universität Hohenheim. Sein Ziel: Studenten für die Robotik zu begeistern.
Die Aufgaben des diesjährigen Wettbewerbs waren bewusst an die Roboter-Fußball-WM angelehnt, um möglichst viele Zuschauer anzulocken: So mussten die Maschinen beispielsweise auf einer Rasenfläche auf eine Fußball-Eckfahne zufahren und dabei eine weiße Linie aufs Gras sprühen oder in einem Getreidefeld durch die Pflanzenreihen navigieren und dabei "Unkraut" in Form von zwölf gelben Golfbällen zählen.
Allerdings hatten nur wenige Teams damit gerechnet, dass am Tag des Wettkampfs die Sonne erbarmungslos auf ihre Fahrzeuge prallen wĂĽrde, sodass Mikrochips mangels geeigneter KĂĽhlung in Rauch aufgingen und Rechner reihenweise abstĂĽrzten. Dennoch sieht Organisator Joachim MĂĽller deutliche Fortschritte: "Beim ersten Wettkampf vor vier Jahren waren wir schon froh, wenn die Roboter ĂĽberhaupt geradeaus fuhren." Und in diesem Jahr seien die Aufgaben deutlich schwieriger gewesen.
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(Bernd MĂĽller) / (wst)