Auch Motorola hatte Interesse an PalmSource

Der US-Handyhersteller ist vor Gericht gegangen, um für die Rücknahme einer Verkaufszusage entschädigt zu werden.

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Die Übernahme des Softwareherstellers PalmSource durch das japanische Unternehmen Access hat offenbar ein gerichtliches Nachspiel. Motorola verlangt von PalmSource die Zahlung von rund 8,7 Millionen US-Dollar für die Rücknahme einer Verkaufszusage. Diese sei fällig, aber nicht gezahlt geworden, nachdem PalmSource im September zwar Motorola eine Zusage gegeben, aber dann den Japanern den Zuschlag erteilt hatte. Nun soll der Delaware Chancery Court Motorolas Begehren juristischen Nachdruck verleihen, berichtet die Chicago Sun-Times.

Damit wird deutlich, dass auch der US-amerikanische Mobiltelefonhersteller Interesse an einer Übernahme gehabt hat. PalmSource entwickelt das Palm-Betriebssystem für PDAs und andere tragbare Geräte. An dem Softwaregeschäft, seinerzeit noch im Besitz von Palm, hatte vor gut zwei Jahren auch schon Sony Interesse gezeigt. Vor einem Jahr stimmten die Palm-Aktionäre einer Abspaltung von PalmSource zu. (anw)