Roboterarm hilft bei der Windkraft-Wartung
Die Anzahl an Offshore-Windenergieanlagen wächst und damit auch der Bedarf an Service und Wartung. Ein auf Schiffen installierbarer Roboterarm soll den Prozess deutlich erleichtern.
Der Überstieg von einem sich mit Wind und Wellen bewegenden Boot auf eine stehende Offshore-Windenergieanlage ist nicht nur bei rauerer See ein Wagnis. Künftig werden jedoch Tausende von Überstiegen erforderlich sein, um die geplanten Windturbinen vor den Küsten von Nord- und Ostsee ans Netz zu bringen und instand zu halten. Die momac GmbH aus Moers hat deshalb das "MOTS" – das "Momac Offshore Access System" entwickelt, das Sicherheit für Leib und Leben der Monteure gewährleisten und darüber hinaus die Wirtschaftlichkeit von Offshore-Windparks erhöhen soll, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe.
Beim MOTS handelt es sich um einen Roboterarm mit Mannkorb, der Schiffsbewegungen in alle Richtungen bis zu einer signifikanten Wellenhöhe von zwei Metern kompensieren soll. Das patentierte System wird im vorderen Bereich des Schiffs installiert und ist in erster Linie für kleinere High-Speed-Katamarane geeignet, die beim Anlanden stets Kontakt mit der Windturbine haben.
Nachdem der Techniker an Bord in den Korb des "MOTS" gestiegen ist und der Kapitän den Startvorgang initiiert hat, schwenkt der Roboterarm mit einer Reichweite von 3,2 Metern vollautomatisch in Richtung Windenergieanlage, sodass der Überstieg auf die Leiter am Turmfuß ruhig und gefahrlos erfolgen kann. Vertikale Schiffsbewegungen von rund 3 Metern werden laut momac durch das System ausgeglichen.
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(bsc)