Philips legt ambivalente Zahlen vor

Der niederländische Elektronikkonzern weist für das Geschäftsjahr 2006 bei Umsätzen von knapp 27 Milliarden Euro einen Nettogewinn von 5,4 Milliarden Euro aus. Die aktive Geschäftstätigkeit trug allerdings nur mit 919 Millionen Euro dazu bei.

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Von
  • Peter-Michael Ziegler

Der niederländische Elektronikkonzern Philips hat den Nettogewinn im vierten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres 2006 (Ende: 31. Dezember) mit 680 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum (332 Millionen Euro) mehr als verdoppelt. Die Erlöse sanken um 0,2 Milliarden auf 8,128 Milliarden Euro. Umsatzstärkste Sparte war im vierten Quartal die Unterhaltungselektronik (CE) mit 3,262 Milliarden Euro (nominal ein Minus von 6 Prozent), gefolgt von "Medizinischen Systemen" (2,068 Milliarden Euro, plus 2 Prozent) und "Beleuchtung" (1,346 Milliarden Euro, plus 8 Prozent). Der Geschäftsbereich DAP (Domestic Appliances and Personal Care) trug mit 963 Millionen Euro (plus 22 Prozent) zum Umsatz bei.

Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug in der CE-Sparte 259 Millionen Euro (Vorjahresquartal: 234 Millionen Euro). Für den Medizin-Sektor steht ein EBIT von 311 Millionen Euro (Vorjahresquartal: 267 Millionen Euro) in den Büchern, für das Beleuchtungsgeschäft 141 Millionen (Vorjahresquartal: 157 Millionen Euro) und für DAP 164 Millionen Euro (Vorjahresquartal: 167 Millionen Euro). Das operative Ergebnis des LCD-Joint-Ventures mit der südkoreanischen LG Electronics belastet die Bilanz mit 41 Millionen Euro. Der Verkauf der Halbleitersparte Philips Electronics an private Investorengesellschaften trug im vierten Quartal noch einmal mit 129 Millionen Euro zum Gewinn bei.

Für das Gesamtjahr stehen bei Philips Umsätze in Höhe von 26,976 Milliarden Euro und ein Nettogewinn von 5,383 Milliarden Euro in den Büchern. Zu Letzterem trug die aktive Geschäftstätigkeit mit 919 Millionen Euro (Vorjahr: 2,831 Milliarden Euro) bei, während bei "Discontinued Operations" ein Plus von 4,464 Milliarden Euro steht. Den Verkauf der Halbleitersparte verbucht Philips mit einem Gewinn von 4,3 Milliarden Euro. Die Mitarbeiterzahl des Philips-Konzerns sank binnen Jahresfrist von etwas mehr als 159.000 auf unter 122.000 (minus 23,54 Prozent). Philips hatte seit Ende 2005 Päne verfolgt, die Halbleitersparte zu verkaufen, um sich auf die Kerngeschäftsbereiche Unterhaltungselektronik, Beleuchtung und medizinische Geräte zu konzentrieren.

Für das laufende Geschäftsjahr 2007 kündigte die Royal Philips Electronics NV an, weiter wachsen und eine höhere Profitabilität erreichen zu wollen. Man werde die Kosten weiter reduzieren und die Konzernstruktur verschlanken, teilte der Elektronikhersteller am heutigen Montag in Eindhoven mit. Der Konzernumsatz soll um 5 bis 6 Prozent steigen, der Gewinn vor Steuern, Abschreibungen und Zinszahlungen (EBITA) um mindestens 7,5 Prozent. (pmz)