Punktsieg fĂĽr die Musikindustrie
Während die Musikindustrie den Sieg über die P2P-Tauschbörsen feiert, ergeben sich für diese neue Möglichkeiten.
Jammern gehört zum Handwerk: Laut den jüngsten Zahlen, die der internationale Verband der phonographischen Wirtschaft (IPFI) vorgelegt hat, schrumpfte der Umsatz mit Tonträgern wie CDs in der ersten Jahreshälfte 2005 im Vergleich zum Vorjahr um 200 Millionen Dollar auf 13,2 Milliarden. Doch es gibt Hoffnung: In der ersten Jahreshälfte lag der Umsatz im Online-Musikgeschäft inzwischen bei immerhin sechs Prozent des Gesamtmusikmarktes. Vor einem Jahr waren es gerade einmal zwei Prozent.
IFPI-Vorsitzender und CEO John Kennedy frohlockt: "Immer mehr Menschen in immer mehr Ländern laden sich Musik legal auf Computer oder Handy." Hat die Musikindustrie also den Kampf gegen P2P-Tauschbörsen gewonnen? Eric Garland, CEO beim P2P-Statistikunternehmen BigChampagne, glaubt nicht, dass die Dateitausch-Software an sich tatsächlich verschwinden wird -- selbst wenn die Hersteller das Feld verlassen oder Musik künftig legal vertreiben wollen. Sollten die Unternehmen verschwinden, könnten sich werbefreie Tools durchsetzen. Obwohl die Musikindustrie derzeit ihren Sieg feiert, muss dieser also nicht von Dauer sein.
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