MagSafe-Sammelklage: Apple einigt sich
Eine 2009 in den USA angestrengte Sammelklage wegen Problemen mit Apples Netzteilsteckern wurde außergerichtlich beigelegt. Amerikaner erhalten Austauschgeräte oder Geld.
Apple hat ein 2009 angestrengtes Sammelklageverfahren wegen Mängeln an bestimmten Stromversorgungskabeln für Mobilrechner mit einem Vergleich beigelegt, wie es in einem neuen Supportdokument heißt. Die "MagSafe"-Stecker der ersten Generation hatten Schwierigkeiten bei der Zugentlastung: Die T-förmigen Anschlüsse konnten deshalb brechen und im schlimmsten Fall Verkohlungen oder gar Brände auslösen. Mittlerweile hat der Computerkonzern auf L-förmige Varianten umgestellt, die diese Probleme nicht mehr haben sollen.
Betroffene Nutzer können entweder neue Netzteile anfordern oder erhalten, falls sie ein Ersatznetzteil kaufen mussten, zwischen 35 und 79 US-Dollar Schadenersatz. Dies gilt allerdings nur für US-Bürger, die entweder ein 60- oder 85-Watt-Netzteil mit T-Stecker gekauft oder ein MacBook oder MacBook Pro mit dieser Netzteilform erworben hatten. Ob noch Garantie besteht, ist unerheblich; weitere Details nennt eine Settlement-Website. Melden darf man sich bis Mai 2012.
Ein Austauschprogramm für Netzteile hatte Apple bereits im Jahr 2008 aufgelegt. Damals hat der Hersteller Stromspender zurückgenommen, deren Anschlüsse Verformungen, Bruchstellen oder Verfärbungen zeigten. Das Programm scheint auch heute noch zu gelten: Laut einem Supportdokument lassen sich Netzteile unter Umständen kostenlos austauschen.
"Unabhängig davon, ob Ihr Produkt noch von der Garantie abgedeckt ist oder nicht, können Sie das Netzteil zu einem autorisierten Apple Service Provider oder Apple Store bringen, um es untersuchen und gegebenenfalls. ersetzen zu lassen. Je nach Ergebnis der Untersuchung haben Sie gegebenenfalls Anspruch auf ein kostenloses Ersatznetzteil", schreibt der Computerkonzern. (bsc)