Blackberry-Hersteller RIM verdient weniger
Der kanadische Anbieter konnte seine Umsätze im ersten Geschäftsjahresquartal 35 Prozent im Vergleich zum Vorjahr steigern, der Gewinn ging jedoch um zwei Prozent zurück. RIM macht dafür gestiegene Verwaltungs- und Marketingausgaben verantwortlich.
Research in Motion (RIM) konnte im ersten Quartal seines Geschäftsjahres 2007 die Umsätze gegenüber dem Vorjahreszeitraum 35 Prozent auf 613,1 Millionen US-Dollar steigern. Der Nettogewinn nach GAAP ging im Vergleich jedoch um zwei Prozent zurück auf 129,8 Millionen US-Dollar. Das Unternehmen führt deutlich gestiegene Kosten für Verwaltung und Marketing als Hauptursache für den Gewinnrückgang an.
RIM sah sich in der Vergangenheit mit verschiedenen juristischen Auseinandersetzungen konfrontiert, die Kaufinteressenten der Blackberry-Geräte und des E-Mail-Push-Dienstes zur Zurückhaltung veranlasst hätten. Während der Patentstreit mit NTP inzwischen beigelegt wurde, ist eine Patentklage der Firma Visto weiterhin anhängig. In diesem Fall hat der kanadische Blackberry-Hersteller allerdings ein Gegenklage eingereicht, die jene von Visto beanspruchten Patente für ungültig erklären soll.
Trotz der wachsenden Konkurrenz für die Blackberry-Handhelds mit Email-Push-Dienst, beispielsweise von Nokia oder Motorola, konnte RIM seine Abonenntenzahlen erneut um 680.000 steigern. An Mobilfunkprovider habe das Unternehmen im letzten Quartal über 1,2 Millionen Geräte ausgeliefert. Ein Großteil dieser Blackberry-Handhelds dürfte demnach als Upgrade an bestehende Kunden gegangen sein. (map)