Telekom steigert Gewinn

Der Umsatz in Deutschland macht mittlerweile mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes der Telekom aus. Der Konzerngewinn stieg stärker als erwartet.

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Von
  • JĂĽrgen Kuri

Die Deutsche Telekom hat im dritten Quartal dank des starken Heimatmarktes die Erwartungen übertroffen. Der Umsatz in Deutschland macht jetzt mehr als die Hälfte des gesamten fortgeführten Konzernumsatzes aus. Insgesamt ging der Umsatz aus den fortgeführten Geschäften zurück – die Telekom weist dabei T-Mobile USA, die an AT&T verkauft werden soll, nicht mehr in der eigenen Bilanz aus, allerdings ist der Verkauf noch nicht unter Dach und Fach, da unter anderem die Wettbewerbshüter der US-Regierung dagegen Einspruch eingelegt haben. Der Umsatz der Telekom sank um 4,1 Prozent von 11,46 auf 10,99 Milliarden Euro. Unter Einbeziehung von T-Mobile USA sank der Umsatz um 6 Prozent auf 14,67 Milliarden Euro.

Die Telekom setzte ihre Kosteneinsparungen fort und konnte den Rückgang des operativen Gewinns trotz des Konjunkturabschwungs in mehreren Märkten begrenzen. Vor Steuern, Zinsen, Abschreibungen und Sonderposten (EBITDA) sank der Gewinn um 2,7 Prozent von 3,99 auf 3,88 Milliarden Euro. Unter Einbeziehung von T-Mobile USA sank das EBITDA um 2,3 Prozent auf 4,91 Milliarden Euro. Der Konzernüberschuss stieg dagegen sogar um 14,6 Prozent auf 1,069 Milliarden Euro. Die Telekom führt die Gewinnsteigerung vor allem darauf zurück, dass man die Kosten weiter gesenkt habe: Un den ersten neun Monaten des Geschäftsjahrs seien bereits Einsparungen von 1,5 Milliarden Euro erzielt worden.

In Deutschland musste die Telekom einen Umsatzrückgang im Mobilfunk verzeichnen; sie führt dies vor allem auf schwächeren Umsatz mit Endgeräten und auf die Absenkung der Terminierungsentgelte durch die Bundesnetzagentur zurück. Der Umsatz mit mobilen Datendiensten kletterte dagegen weiter; der Anstieg um 26 Prozent zeige, dass Datendienste das Zugpferd im deutschen Mobilfunk bleibe, erklärte die Telekom. Auch der Anteil der Smartphones an den verkaufen Endgeräten legte weiter zu, er stieg im Jahresvergleich von 53 auf 64 Prozent. Die Zahl der Mobilfunkkunden sank leicht um 0,1 Prozent auf 34,905 Millionen.

Im deutschen Festnetz hat die Telekom nach eigenen Angaben nach wie vor einen Anteil von 45 Prozent bei den Kunden von BreitbandanschlĂĽssen. Deren Zahl stieg um 3 Prozent auf 12,201 Millionen. Die Zahl der Abonnements fĂĽr Entertain, den IPTV-Dienst der Telekom, stieg um 32 Prozent auf 1,375 Millionen. Bei den FestnetzanschlĂĽssen ging die Zahl der Kunden weiter zurĂĽck, sie sank um 5,3 Prozent auf 23,694 Millionen. (jk)