Internationale Aktionen gegen Spam
An den Gesprächen des Asia Europe Meeting in London über Spam haben auch chinesische Vertreter teilgenommen. Außerdem fand nach Angaben der britischen Wettbewerbshüter eine weltweite "Internet-Razzia" gegen betrügerische E-Mails statt.
Die Ausweitung des Handels und die Steigerung von Investitionen mit Hilfe des Internet war ein Hauptthema des diesjährigen Asia Europe Meeting (ASEM) von Regierungsvertretern der EU- und von ASEAN-Staaten am 21. und 22. Februar in London. Dabei war auch die zunehmende Verbreitung unerwünschter E-Mails ein Thema. Den Anti-Spam-Aktivisten gibt die Tatsache Hoffnung, dass auch chinesische Vertreter an der Diskussion teilnahmen. China ist beispielsweise Spitzenreiter unter den Ländern, die Web-Adressen von Firmen beheimaten, für die mit Spam geworben wird. International koordinierte Aktionen seien nötig, damit den Spammern kaum Schlupflöcher bleiben, lautete der Tenor der Veranstaltung, auf der unter anderem Vertreter der Europäischen Kommission, Chinas, der OECD, des britischen Office of Fair Trading sowie von Microsoft Europa Reden hielten.
Doch es blieb nicht nur beim Meinungsaustausch: Zeitgleich zum ASEM hat die britische Wettbewerbsbehörde Office of Fair Trading (OFT) zusammen mit dem International Consumer Protection Enforcement Network (ICPEN), an dem auch Deutschland beteiligt ist, eine weltweite zweitägige "Jagd" auf Spammer durchgeführt. Im Visier hatten sie insbesondere betrügerische Werbe-Mails und deren Urheber. An der Aktion waren auch die Unterzeichner des Anti-Spam London Action Plan (LAP) beteiligt, heißt es weiter in einer Mitteilung. Details hat die OFT darin nicht bekannt gegeben. Stattdessen verweist sie auf eine in der Vergangenheit erfolgreiche Zusammenarbeit gegen betrügerische Spammer mit US-amerikanischen und italienischen Behörden. (anw)