Quantified Self: ein versteckter Schlafsensor

Das Start-up Bam Labs hat eine neue Sensormatte auf den Markt gebracht, die die Qualität der Nachtruhe messen soll.

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Gadgets und Apps, mit denen sich die Nachtruhe elektronisch überwachen lässt, werden nicht nur im Rahmen der "Quantified Self"-Bewegung immer populärer. Normalerweise muss man dafür allerdings einen Messfühler am Handgelenk oder ein Stirnband tragen. Das kalifornische Start-up Bam Labs hat nun eine bequemere Lösung entwickelt, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe: Eine Sensor-Fläche, die Herzfrequenz, Atmung, Bewegungen und andere nächtliche Gesundheitswerte erfassen kann und dazu einfach unter die Matratze gelegt wird.

"Um unsere Technik zu nutzen, muss man nur zu Bett gehen. Die Daten erreichen dann automatisch Web-Dienste und Apps", sagt Richard Rifredi, Präsident der Firma. Die Sensorfläche besteht aus einer dünnen, luftgefüllten Matratzenunterlage, die an Isomatten erinnert, wie sie Camper kennen. Eine Messelektrode in der Ecke erfasst Fluktuationen im Luftdruck. Diese entstehen schon dann, wenn das Herz des Nutzers schlägt – und entsprechend stärker, wenn er sich dreht oder gar aufsteht.

Die Daten werden drahtlos an eine Empfangsbox weitergeleitet, die wiederum mit dem Internet verbunden ist. Von dort aus geht es auf Cloud-Server, wo die Messwerte dann als Herzschläge, Atmung oder Bewegungen interpretiert werden. Die verarbeiteten Infos lassen sich schließlich über eine iPhone-App oder ein Online-Kontrollfeld betrachten. Dort werden auch Trends über einen zeitlichen Verlauf präsentiert und Schlafqualität und -dauer aufgeführt.

Bam Labs verkauft eine erste Version des Produkts, das auf den Namen "Touch-free Life Care" (TLC) hört, an Altenheime, wo es auch eine erste Testphase gab. "2012 werden wir verstärkt zusätzlich in die Bereiche Krankenhäuser und Heimanwender gehen", erläutert Rifredi.

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(bsc)