Warren Buffett steigt groß bei IBM ein
Der bei Technologie-Aktien bisher stets zurückhaltende US-Investor Warren Buffett steckt über 10 Milliarden US-Dollar in IBM und macht sich damit aus dem Stand zu einem der größten Aktionäre von "Big Blue".
Der Investor Warren Buffett investiert massiv in den US-Computerkonzern IBM. Er habe für 10,6 Milliarden US-Dollar rund 64 Millionen Aktien des Unternehmens gekauft, sagte Buffett am heutigen Montag im US-Fernsehen. Buffetts Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway hält Berichten zufolge damit etwa 5,4 Prozent der IBM-Anteile und ist einer der größten Aktionäre des Konzerns.
Buffett steigt zu einem Zeitpunkt ein, an dem sich der Kurs der IBM-Aktie auf Rekordhöhe bewegt. "Ich hätte das früher beachten sollen", räumte der Milliardär im Interview mit CNBC ein. Das IBM-Management habe einen "tollen Job gemacht". IBM setzt erfolgreich auf die lukrativen IT-Services wie den Betrieb von Rechenzentren. Der mehr als 100 Jahre alte Computerpionier bietet auch Software und Beratung an sowie leistungsstarke Firmenrechner.
Zuvor hatte sich Buffett mit Investitionen in der IT-Branchen zurückgehalten. Er sagt, er investiere nur in Unternehmen, deren Geschäft er auch verstehe. Stattdessen griff Buffett etwa bei einer Frachteisenbahn zu, bei einem Schmiermittel-Hersteller oder Maschinenbauern. Seine Holding Berkshire Hathaway besitzt neben rund 80 eigenen Tochterfirmen auch Anteile an einer ganzen Reihe von Großkonzernen wie Coca-Cola oder der Munich Re, der früheren Münchener Rück.
Nach Bekanntwerden des Buffett-Investments stieg die IBM-Aktie vorbörslich um 1 Prozent. "Big Blue", wie IBM auch genannt wird, ist an der Börse insgesamt mehr als 220 Milliarden US-Dollar wert und zählt damit zusammen mit Apple und Microsoft zu den wertvollsten Technologieunternehmen der Welt. Bei Microsoft, so sagte Buffett, wolle er aber nicht einsteigen. Gründer Bill Gates sei ein enger Freund. (Mit Material von dpa) / (vbr)