Bericht: Kein Stellenabbau bei RIM in Deutschland
Research in Motion will seinen Marktanteil in Deutschland vor allem bei den Privatkunden kräftig ausbauen.
Research in Motion, Hersteller der Blackberry-Smartphones, steht unter starkem Druck. Im weltweiten Vergleich hatte das Unternehmen nach den jĂĽngsten Zahlen von IDC den vierten Platz an HTC abtreten mĂĽssen, der Marktanteil von RIM fiel im Vergleich zum Vorjahresquartal von 15 auf 10 Prizent.
Bereits im Juli hatte das Unternehmen daher angekündigt, weltweit 2000 Mitarbeiter zu entlassen. Laut der Finanzzeitung Euro am Sonntag will das Unternehmen Mitarbeiter in Deutschland jedoch von dem drohenden Stellenabbau ausnehmen. "Deutschland ist ein Fokus-Markt für RIM. Hier wird es keine Personalanpassungen geben", sagte Deutschland-Chef Axel Kettenring gegenüber dem Magazin. "Wir wollen unseren Marktanteil in Deutschland kräftig ausbauen", so der seit gut einem Jahr amtierende Deutschland-Chef laut Euro am Sonntag weiter. Vor allem der Privatkundenanteil solle ausgebaut werden.
Der kanadische Smartphone-Hersteller beschäftigt nach Schätzungen aus Branchenkreisen in Deutschland rund 350 Mitarbeiter, davon etwa 300 in seinem Entwicklungszentrum in Bochum. RIM hatte nach der Schließung des Nokia-Entwicklungszentrum dort etwa 140 ehemalige Nokia-Mitarbeiter übernommen. RIM kämpft nicht nur mit einem sinkenden Marktanteil. Das Unternehmen hatte im vergangenen Monat Probleme mit einem tagelangen Ausfall der Blackberry-Dienste. In den USA haben bereits einige betroffene Nutzer das Unternehmen auf Schadenersatz verklagt. (ll)