Noch keine Entscheidung ĂĽber Googles Gegenklage gegen Microsoft

Im Rechtsstreit um den ehemaligen Microsoft-Mitarbeter Kai-Fu Lee konnte der Suchmaschinenbetreiber nicht wie erhofft beim US District Court in San Jose eine Entscheidung zu seinen Gunsten erwirken.

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Richter Ronald Whyte vom US District Court im kalifornischen San Jose hat am Freitag die Argumente der Parteien im Fall Google gegen Microsoft angehört. Auch vor diesem Gericht geht es um die Beschäftigung des ehemaligen Microsoft-Angestellten Kai-Fu Lee beim Suchmaschinenhersteller. Whyte hat noch keine Entscheidung gefällt und auch noch keinen Termin für eine Bekanntgabe mitgeteilt, berichtet das Wall Street Journal. Offenbar wolle Whyte den Ausgang des Ursprungsverfahrens gegen Google im Januar abwarten.

Microsoft hatte im Juli Google wegen Verstoßes gegen Wettbewerbs- und Verschwiegenheitsklauseln im Arbeitsvertrag beim King County Superior Court im Staat Washington verklagt. Google antwortete daraufhin mit einer Gegenklage vor dem California Superior Court in Santa Clara. Auf Betreiben von Microsoft wurde der Fall dem Bezirksgericht in San Jose weitergereicht. Google argumentierte, dass Microsoft nach kalifornischem Recht seine Mitarbeiter nicht davon abhalten kann, selbst zu wählen, wo sie arbeiten wollen.

Die vom Suchmaschinenbetreiber erstrebte schnelle Entscheidung ist nun nicht gefallen, was das Wall Street Journal als einen Rückschlag für Google wertet. Richter Steven Gonzalez vom King County Superior Court hatte in dem anderen Verfahren eine einstweilige Verfügung erlassen, nach der Lee zwar für Google arbeiten darf, aber nicht auf den Gebieten Suchtechnik und Sprachtechnologie, in denen er bereits für Microsoft tätig gewesen ist. (anw)