ARD-Hörfunk schaltet ARI-Verkehrsfunksystem ab
Verkehrsdurchsagen im UKW-Band werden ab 1. März nur noch über das RDS gekennzeichnet.
Nach über 30 Jahren schickt die ARD das "Autofahrer-Rundfunk-Informationssystem" (ARI) in den technischen Ruhestand. Seit 1974 übermittelten UKW-Programme mit Verkehrsinformationen über einen 57-kHz-Hilfsträger eine Sender- und Durchsagekennung. Diese sorgte bei stummgeschaltetem Radio oder Kassetten/CD-Wiedergabe für das Einblenden der Verkehrsinformationen. Seit 1988 übernimmt in den meisten Autoradios das "Radio-Daten-System" (RDS) diese Aufgabe. Alle ab 1993 verkauften Autoradios mit Verkehrsfunkerkennung arbeiten mit diesem System. Ältere Autoradios, die nur auf ARI setzten, können nach der Abschaltung am erste März dieses Jahres keine Verkehrsinformationen mehr einblenden.
Nicht betroffen von der Abschaltung ist nach Angaben der ARD die akustische Markierung von Verkehrsdurchsagen, der nach seinem Erfinder Werner Hinz benannte "Hinz-Triller". Der Signalton mit einer Mittenfrequenz von 2350 Hz wurde ebenfalls Anfang der siebziger Jahre eingeführt und diente zur Steuerung von Tonbandaufzeichnungsgeräten an Autobahnraststätten. Autofahrer ohne eigenes Autoradio konnten sich so während einer Fahrpause über die aktuelle Verkehrssituation informieren. (sha)