Zynga angeblich kurz vor Börsengang
Der Social-Games-Entwickler Zynga soll es eilig haben mit seinem Börsengang, glaubt man einem US-amerikanischen Medienbericht. Dabei war in den letzten Monaten nicht allen Internetunternehmen Kursglück beschieden.
Der Onlinespiele-Anbieter Zynga könnte noch vor Jahresende an die Börse gehen. Zynga wird kommende Woche die sogenannte Roadshow starten, mit der bei Investoren für die Aktien geworben wird, berichtet der Wirtschaftsdienst Bloomberg unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Der Gang aufs Parkett soll dann schon Mitte Dezember erfolgen. Damit würde demnächst auch bekannt, wie viel Geld Zynga mit dem Gang an die Börse einstreichen will. Bei der Ankündigung im Sommer ging es um eine Milliarde Dollar. Den Firmenwert wollte Zynga laut damaligen Medienberichten bei 15 bis 20 Milliarden Dollar ansetzen.
(Bild:Â Zynga (Farmville))
Rund 230 Millionen Menschen vergnügen sich regelmäßig mit Zynga-Titeln wie "Farmville", "Cityville" oder "Mafia Wars". Nach eigenen Angaben hat das Unternehmen in den ersten neun Monaten 2011 828,9 Millionen US-Dollar umgesetzt und dabei einen Gewinn in Höhe von 30 Millionen US-Dollar erzielt. Das Geld kommt vor allem aus dem Verkauf virtueller Güter in den Spielen – etwa Traktoren für "Farmville"-Äcker.
Die Zynga-Platzierung wäre auch ein Test für den im kommenden Jahr erwarteten Mega-Börsengang von Facebook. Das soziale Netzwerk mit seinen mehr als 800 Millionen Mitgliedern erwägt angeblich einen Börsengang im zweiten Quartal 2012. In diesem Jahr hatten Anleger mit Aktienplatzierungen von Internet-Unternehmen bisher eher wenig Freude: Die Kurse gingen zwar zunächst steil nach oben, fielen dann jedoch in einigen Fällen sogar unter den Ausgabepreis. (mit Material der dpa) (jh)