Zuständigkeiten für die innere US-Cyber-Sicherheit werden gestrafft
Die US-Gesetzgeber sind auf die Wünsche des Chefs des Ministeriums für innere Sicherheit eingegangen.
Der US-amerikanische Senat und das Abgeordnetenhaus haben den Homeland Security Appropriations Act of 2006 (PDF-Datei) abgesegnet. Dadurch werden dem Department of Homeland Security Mittel bewilligt, die einen Umbau der Behörde ermöglichen. Diesen hatte im vergangenen Sommer Michael Chertoff, Chef des Ministeriums für innere Sicherheit, gefordert.
Chertoff hatte nach Kritik an seinem Ministerium ein so genanntes Preparedness Directorate vorgeschlagen, in dem alle Zuständigkeiten für Cyber-Sicherheit zusammengefasst werden sollen. So sollen die im laufenden Haushaltsjahr 625 Millionen US-Dollar teuren Programme für den Schutz der Infrastruktur und für die Sicherheit der Informationen (IPIS) in die Zuständigkeit des neuen Direktorats fallen, geht aus dem Bericht hervor, der das Gesetz begleitet.
Das Department of Homeland Security war in die Kritik geraten, nachdem der US-Rechnungshof (Government Accountability Office, GAO) dort schwere Mängel beim Aufbau von Schutzmechanismen gegen Cyber-Terrorismus-Attacken festgestellt hatte und mehrmals mangelnde Koordination in IT-Sicherheitsfragen bescheinigte. Dazu fand im US-Senat im Juli eine Anhörung statt. (anw)