Web 2.0 kontra Microsoft

Der Online-Applikationsanbieter Zoho bietet inzwischen eine Suite von 15 Anwendungen, die Office Konkurrenz machen sollen.

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Liegt die Zukunft der BĂĽroanwendungen im Netz? Das US-Start-up Zoho setzt auf diesen Trend und hat ĂĽber das vergangene Jahr hinweg Monat fĂĽr Monat mindestens eine neue Online-Applikation ins Netz gestellt. Hauptzielgruppe ist dabei der wachsende Markt der "Small Office/Home Office"-Anwender, wie Zoho-"Evangelist" Raju Vegesna gegenĂĽber dem Technologie-Magazin Technology Review sagt: "Wir wollen die IT-Abteilung des Kleinunternehmers sein."

Die meisten Zoho-Anwendungen sind kostenlos, allein das Kundenverwaltungswerkzeug "Zoho CRM" und die Planungslösung Zoho Project müssen ab dem vierten User bezahlt werden (12 Dollar im Monat). Mit seiner Suite Zoho Office hat das Unternehmen laut eigenen Angaben bereits 200.000 Kunden einsammeln können. Ziel ist tatsächlich ein Konkurrenzverhältnis zu Microsoft Office. Ob das gelingt, ist allerdings fraglich, wie Nick Gall vom IT-Marktforschungsunternehmen Gartner meint: Er sei gegenüber jeder Firma skeptisch, die versuche, sich gegen dieses Monopol aufzulehnen: "Office ist das Kronjuwel von Microsoft."

Zoho setzt deshalb auch auf neue, aufstrebende Märkte: "In Indien gibt es jeden Monat acht Millionen neue PC-Benutzer und eine ähnlich hohe Zahl von Internet-Neueinsteigern. Von Microsoft Office haben die noch nie gehört", meint Vegesna.

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(bsc)