Wiegender Messbecher, Kekse mit QR-Code, goldiger Halsschmuck

Drei Last-Minute-Geschenkideen fĂĽr Technikfans: Der Digital Scale & Measuring Cup von Taylor hilft beim Kochen und Backen, die QKies von Juchem verbinden Knabbern mit Computern und die Goldkrawatte von Empa sieht immer gut aus.

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Drei Last-Minute-Geschenkideen fĂĽr Technikfans: Der Digital Scale & Measuring Cup von Taylor hilft beim Kochen und Backen, die QKies von Juchem verbinden Knabbern mit Computern und die Goldkrawatte von Empa sieht immer gut aus.

Multitool fĂĽr die KĂĽche

Wer beim Kochen nicht ständig zwischen Messbecher und Küchenwaage hin und her wechseln will, dem dürfte der Digital Scale & Measuring Cup des US-Messtechnikunternehmens Taylor zusagen: Er kombiniert beide Werkzeuge in einem praktischen Instrument. Dabei sieht das Gerät kaum anders aus als ein regulärer Messbecher – die aufs Gramm genaue Waage sitzt im Boden. Abgelesen werden die Werte am Griff, in den ein kleiner Flüssigkristallbildschirm eingelassen ist.

Für Menschen, die gerne Rezepte aus den USA nach kochen, kann das Kombiwerkzeug Mehl, Zucker, Milch, Wasser und Öl vom Gewicht in Ounces auch ins Volumen in Cups umrechnen. Maximal wiegen kann die Waage 35 Kilogramm, was mehr als genug für Otto-Normal-Verbraucher ist. Die Volumenmarkierung steht in Litern, Ounces und Cups bereit und lässt sich bequem lesen.

Betrieben wird der Digital Scale & Measuring Cup mit einer beiligenden Lithium-Batterie. Sollte die Waage einmal falsch wiegen, lässt sie sich nachkalibrieren. Das Gerät soll stabil genug sein, um einen Mixer darin zu verwenden. In den Geschirrspüler gehört es aufgrund der integrierten Elektronik allerdings genauso wenig wie in die Mikrowelle.

Produkt: Digital Scale & Measuring Cup
Anbieter: Taylor
Preis: 44 US-Dollar

Codiertes Geknabber

Mit QR-Codes, was abgekürzt so viel wie "Quick Response", also "schnelle Antwort", heißt, lassen sich Links ins Internet codieren. Ausgelesen werden die quadratischen Grafiken mit Smartphones und passender Software, die die Kamera der Geräte als Scanner verwendet. So kann man beispielsweise ohne das Eingeben einer Web-Adresse auf eine Informationsseite zu einem Produkt gelangen, auf dem sich ein QR-Code befindet.

Wissenschaftler am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz haben sich nun mit dem Backmittelhersteller Juchem zusammengetan, um QR-Codes kreativ zu verwenden: Die sogenannten QKies sind Kekse, auf die man einen essbare Variante der kodierten Grafiken aufbringen kann. Zum Preis von knapp 7 Euro gibt es eine Mischung für 20 Gebäckstückchen inklusive QR-Code-Bapperl.

Nach dem Backen geht es ins Internet: Dort kann man mit einer in jeder Verpackung enthaltenen Registrierungsnummer seinen persönlichen QR-Code konfigurieren. Dieser kann dann auf jede Website zeigen, die man möchte. Denkbar sind QKies beispielsweise als Einladung für Parties oder als Werbemittel. Man muss dem Empfänger nur sagen, dass er den QR-Code erst ausliest, bevor er den Keks verspeist.

Produkt: QKies
Anbieter: Juchem
Preis: 6,90 Euro

Edles Accessoire

Krawatten gelten allgemein als eher langweiliges Weihnachtsgeschenk. Wer die Goldkrawatte, die der Schweizer Anbieter Weisbrod-Zürrer AG verkauft, unter dem Gabentisch findet, dürfte sich trotzdem sehr freuen: Sie besitzt eine nanometerdünne Echtgoldauflage. Das materialwissenschaftliche Forschungsinstitut Empa in St. Gallen hat die dafür notwendigen Fäden mit einem eigens entwickelten Plasma-Verfahren herstellen lassen.

Zum Preis von 7500 Schweizer Franken muss man sich nicht einmal Sorgen darüber machen, dass die Krawatte einen Waschgang nicht überlebt: Das Goldfaden-Material ist nicht nur webbar und erstaunlich zart, sondern überlebt auch einen Ausflug in die Maschine. Bei der Herstellung wird Gold zerstäubt und dann in Atomgröße auf Polyesterfäden aufgebracht. Eine ähnliche Technik wurde entwickelt, um Silberfäden zu spinnen, die in Socken für weniger Gerüche sorgen.

Insgesamt 8 Gramm reines Gold (24 Karat) stecken in einer Krawatte, deren Rest aus schwarzer Seide besteht. Die erste Charge ist allerdings limitiert: Nur zwölf Stück des Halsschmucks sind 2011 zu erwerben. Theoretisch sollen sich 600 Stück pro Jahr herstellen lassen. Wer keine Lust auf Krawatten hat, kann sich auch Fliegen und Einstecktücher mit Goldauflage kaufen.

Produkt: Goldkrawatte
Anbieter: Empa / Weisbrod-ZĂĽrrer AG
Preis: 7500 Schweizer Franken (bsc)