Einheitliche Plattform fĂĽr Gesundheitsmonitoring

Der Kommunikationsgerätespezialist Qualcomm will Daten von Blutdruckmessern, Atemtestgeräten oder Blutzuckerüberwachern in die Cloud bringen.

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Mehr als 133 Millionen Amerikaner leiden unter chronischen Krankheiten. Viele dieser Menschen würden davon profitieren, wenn ihr Zustand regelmäßig auch zu Hause kontrolliert werden könnte. Das Problem: Viele derzeit verfügbare Gesundheitsmonitoring-Systeme für den heimischen Einsatz – vom Blutdruckmessgerät bis zum Atemtester – sind nicht online, sodass der Patient die Daten manuell an seinen Arzt weitergeben muss.

Eine neue Service-Plattform des Kommunikationsunternehmens Qualcomm soll das ändern, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe: Ein einfaches Kästchen kann die Signale von Geräten dutzender Hersteller auslesen, sie zusammenfassen und über eine Mobilfunkverbindung an eine Cloud-Datenbank schicken, die dann vom behandelnden Arzt eingesehen werden kann.

"In Zukunft wird ein ständiges Monitoring zu Hause mit regelmäßigen Eingriffen seitens der Ärzte viele Krankenhausaufenthalte ersetzen", meint John Halamka, Professor an der Harvard Medical School und IT-Verantwortlicher am Beth Israel Deaconess Hospital. Was Qualcomm plane, unterstütze solche Arbeitsabläufe.

Die Firma hat dazu eine eigene Abteilung namens Qualcomm Life gegründet, die die neue Kommunikationslösung vermarktet, sich um die Cloud-Datenbank kümmert und Partnerschaften mit Geräteherstellern pflegt. Die Plattform soll alle medizinischen Standards einhalten. "Sie ist außerdem technikneutral und kann mit fast allem arbeiten, was es auf dem Markt gibt", sagt Rick Valencia, Vizepräsident von Qualcomm Life. Was allerdings noch fehle, sei ein Abrechnungssystem zwischen den Geräteanbietern und den Krankenversicherungen.

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(bsc)