Photoshop Lightroom 1.0 kommt Ende Februar

Adobes Lightroom soll vor allem professionelle Fotografen unterstĂĽtzen, die groĂźe Mengen von Digitalbildern importieren, bearbeiten und verwalten wollen.

vorlesen Druckansicht 118 Kommentare lesen
Lesezeit: 2 Min.

Adobes Bildverwaltungs- und Bearbeitungsprogramm Lightroom erscheint Ende Februar unter dem Namen Photoshop Lightroom 1.0. Das Programm unterstützt Herstellerangaben zufolge über 150 RAW-Formate und bereitet Fotos für den Druck auf oder publiziert sie im Web. Gegenüber den Beta-Versionen rüstet Adobe in der ersten Kaufversion vor allem Verwaltungsfunktionen nach. Beim Import kann der Nutzer entscheiden, ob Lightroom die Fotos nur als Datensatz importiert, komplett in eine vom Programm verwaltete Ordnerstruktur kopiert oder bei der Gelegenheit gleich nach DNG konvertiert. Anders als die von Kameraherstellern gepflegten RAW-Formate liegt die Dokumentation des von Adobe geschaffenen DNG-Formats offen. Es eignet sich daher eher für langfristige Ablagen. Eine Auto-Import-Funktion überwacht Ordner und übernimmt alle eintreffenden Fotos – etwa von einer fest installierten Studiokamera – in die Datenbank.

Wie bei einem Leuchttisch kann der Nutzer bei der qualitativen Auswahl auf dem Diarahmen Flags vergeben. Ein Punkt übernimmt das Foto direkt in eine Quick-Kollektion, ein Kreuz blendet es aus. Kombinationen von Metadatenfeldern erleichtern die thematische Auswahl. Beispielsweise lassen sich per Mausklick alle Fotos betrachten, die im Porträtformat mit 100 mm Brennweite aufgenommen wurden. Zur Bewertung akzeptiert Lightroom einen bis fünf Sterne über Zahlentasten, die Tasten 6 bis 9 sind für Farbetiketten reserviert. Bei gedrückter Shift-Taste springt das Programm nach der Bewertung zum nächsten Bild.

Ein Kontextmenübefehl kopiert den Datensatz eines Fotos und fügt ihn als neuen Eintrag in die Datenbank. So lässt sich eine einzige RAW-Datei in unterschiedlichen Versionen, beispielsweise in Schwarzweiß, Farbe und Sepia-Tönung erstellen. Das Gradationskurvenwerkzeug unterstützt den Nutzer bei der Farbjustierung, indem es einblendet, ob man gerade Schatten oder Lichter bearbeitet. Außerdem verrät ein heller Bereich, wie weit man die Kurve ziehen kann, ohne dass beispielsweise wie bei Überbelichtung Lichter ausfressen. Photoshop Lightroom 1.0 ist für Mac OS X und Windows XP erhältlich und kostet in der Einführungsphase gut 200 Euro, später werden knapp 300 Euro fällig. (akr)