NASA-Software erkennt Herzinfarktrisiko
Bilderkennungsprogramm aus der Weltraumforschung analysiert Ultraschallaufnahmen der Halsschlagader.
Ein eigentlich für die Weltraumforschung gedachtes Bilderkennungsprogramm dient nun Medizinern dazu, die Arteriosklerose-Gefährdung von Patienten abzuklären, berichtet das Technologie-Magazin Technology Review online. Die Software namens "ArterioVision" wurde in ihrer Urform am Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA entwickelt, um von Raumsonden aufgenommene Bilder zu optimieren.
Wie sich jedoch schnell herausstellte, eignet sich die Technik auch dafür, medizinische Aufnahmen zu verbessern – besonders im niedrig auflösenden Ultraschallbereich. Im US-Klinikeinsatz dient ArterioVision nun dazu, die Halsschlagader von Patienten zu untersuchen. Wurden die dabei gemachten Ultraschallaufnahmen zuvor meist von Hand ausgewertet, ermöglicht die NASA-Technik nun deutlich konsistentere Bildanalysen. So lässt sich die Wandstärke von Arterien genau bestimmen. Das Verfahren ist nichtinvasiv und kann beliebig oft wiederholt werden – im Gegensatz zur mit Strahlungsrisiken behafteten Computertomographie. Mediziner erhoffen sich so eine optimierte Behandlung von Menschen mit Arteriosklerose sowie eine bessere Früherkennung.
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(bsc)