Keine Subventionen fĂĽr Intels 65-Nanometer-Chipfertigung in Irland
Wegen Einwänden der EU-Wettbewerbsbehörde revidierte die irische Regierung ihre Zusage, den Halbleiterhersteller mit 100 Millionen Euro beim Bau neuer Fertigungsanlagen für Chips mit 65-Nanometer-Strukturen zu unterstützen.
Intel kann beim Bau von neuen Fertigungsanlagen für Chips mit 65-Nanometer-Strukturen in Irland nicht mehr mit Subventionen der irischen Regierung rechnen. Handelsminister Michael Martin teilte am Mittwoch mit, dass man die Subventionszusage wegen Einwänden der EU-Wettbewerbsbehörde nicht werde erfüllen können. Insbesondere Frankreich und Deutschland hatten sich wegen einer marktbeherrschenden Stellung Intels gegen eine Unterstützung ausgesprochen. Medienberichten zufolge sollte Intel für die Entscheidung, die neuen Chips in Irland und nicht in den USA oder Israel herstellen zu lassen, mit einer staatlichen Förderung in Höhe von rund 100 Millionen Euro belohnt werden.
Mit dem Geld wollte der weltweit umsatzstärkste Halbleiterhersteller einen Teil der Kosten für das neue Werk "Fab 24-2" sowie den Ausbau der bereits bestehenden "Fab 24" am Standort Leixlip decken. Die Ausgaben dafür beziffert Intel auf 2,1 Milliarden US-Dollar (1,6 Milliarden Euro). Die "Fab 24" ist Intels modernstes Werk und produziert derzeit 90-Nanometer-Chips auf 300-mm-Wafern. Ab dem ersten Halbjahr 2006 sollen in Leixlip die ersten 65-Nanometer-Bauteile hergestellt werden. Intel beschäftigt in Irland insgesamt rund 4700 Menschen; nach Abschluss der Investitionen sollen es noch 300 mehr sein. Seit 1989 hat Intel in Leixlip etwa 4,5 Milliarden Euro investiert. (pmz)