Nanomobil fährt auf Gold
Wissenschaftler der Rice University haben das erste Nano-Auto der Welt synthetisiert. Es besteht aus Kohlenstoff, Sauerstoff und Wasserstoff und rollt auf einer Goldoberfläche.
Wissenschaftler der Rice University haben das erste Nano-Auto der Welt synthetisiert. In einem Aufsatz für die Fachzeitschrift Nano Letters (Directional Control in Thermally Driven Single-Molecule Nanocars) beschreiben Yasuhiro Shirai und Kollegen das Gefährt.
Die aus Kohlenstoff, Sauerstoff und Wasserstoff bestehende Struktur ist rund drei Nanometer breit und zwei Nanometer lang. Die Räder werden von so genannten Buckyballs -- ballförmige C60-Moleküle -- gebildet. Auf einer Goldoberfläche deponiert, setzt sich das Nano-Auto in Bewegung, sobald die Temperatur der Unterlage über 170 Grad Celsius steigt.
Dass das Auto tatsächlich rollt und nicht rutscht, machen die Forscher an "directional preferences" fest: Als sie versuchten, die Struktur mit Hilfe der Spitze eines Rasterkraftmikroskops zu schieben, brach sie regelmäßig zur Seite aus. Die Wissenschaftler hoffen, dass man durch elektrische Felder angetriebene Nano-Laster künftig vielleicht "zum Transport kleiner Moleküle über Oberflächen" einsetzen kann. (wst)