AT&T schreibt schwarze Zahlen — bei sinkenden Umsätzen
Im dritten Quartal konnte "Ma Bell" bei einem Umsatz von noch 6,6 Milliarden US-Dollar einen Nettogewinn von 520 Millionen US-Dollar ausweisen. Der Preisverfall im Festnetzgeschäft sorgt für erodierende Umsätze.
Im abgelaufenen dritten Quartal 2005 erzielte der Telecom-Netzbetreiber AT&T einen Umsatz von 6,6 Milliarden US-Dollar, was einem Minus von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht, konnte jedoch einen Nettogewinn von 520 Millionen US-Dollar ausweisen. In den ersten neun Monaten des Jahres konnte das traditionsreiche Unternehmen insgesamt 1,35 Milliarden US-Dollar bei Umsätzen von 20,4 Milliarden US-Dollar erlösen. 2004 hatte AT&T -- bedingt durch Wertberichtigungen in Höhe von 11,4 Milliarden US-Dollar und weitere Sonderbelastungen -- 6,1 Milliarden Dollar Jahresverlust hinnehmen müssen.
Im Januar wurde die Übernahme von AT&T durch die frühere Konzerntochter SBC angekündigt und im Juli von den AT&T-Aktionären gebilligt. Jedoch bedarf der Deal noch der Genehmigung durch die US-Behörden. Seit Anfang 2005 schreibt AT&T wieder schwarze Zahlen -- allerdings bei stetig sinkenden Umsätzen: So machte der früher als "Ma Bell" bekannte Carrier im ersten Quartal 2005 einen Gewinn von 529 Millionen US-Dollar und einen Umsatz in Höhe von noch 7,02 Milliarden US-Dollar. Im zweiten Quartal sank der von AT&T ausgewiesene Gewinn auf 307 Millionen US-Dollar, bei einem Umsatz von 6,8 Milliarden US-Dollar. Hauptgrund für den Umsatzrückgang sind sinkende Einnahmen aus dem Festnetzgeschäft mit Privatpersonen und kleinen Unternehmen. (ssu)