Neuheitenfeuerwerk von Fujifilm

Fujifilm hat die bevorstehende PMA genutzt und 19 Kompaktkameras angekĂĽndigt. Darunter Modelle aus allen Segmenten. Von Superzoom ĂĽber Bridge bis zu Einsteiger- und Lifestyle-Kamera

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Wie bereits letztes Jahr hat Fujifilm die nächste Woche in Las Vegas stattfindende PMA genutzt und gleich 19 Kameras angekündigt. Viel Modellpflege ist dabei, aber auch die ein oder andere Neuigkeit. Was allerdings noch fehlt, ist die von vielen sehnlich erwartete spiegellose Systemkamera. Die Einzelheiten:

Das neue Outdoor-Flaggschiff von Fujifilm, die Finepix XP150

(Bild: Fujifilm)

Gleich drei robuste Outdoor-Kameras kündigt Fujifilm für das 1. Quartal an. Sie lösen die Vorgängerin XP30 ab und kommen im gleichen robusten Gehäuse, auf Wunsch in fünf unterschiedlichen Farbdesigns.

Einziger augenfälliger Unterschied: Statt des 14,2 Megapixel CCD-Sensors nimmt nun ein schnellerer CMOS-Chip die Bilder mit einer Auflösung von 14,4 Megapixeln auf. Damit einher geht eine höhere Videoauflösung – jetzt in FullHD (mit 30 Bildern) statt 720p. Am periskopischen Objektiv mit 5-fach optischem Zoom und einem Brennweitenbereich von 28-140 Millimetern hat Fujifilm offensichtlich nicht weiter gefeilt. Lediglich das Schutzglas vor dem eigentlichen Objektiv ist nun mit einer wasserabweisenden Schicht ausrüstet, die dafür sorgen soll, dass das Wasser schneller abperlt.

Während die Finepix XP50 bis fünf Meter Wassertiefe spezifiziert ist, lassen sich die XP100 und XP150 auch noch in zehn Meter Tiefe betreiben. Stürze aus einer Fallhöhe von zwei Metern sollen sie ebenfalls schadlos überstehen. Die XP150 ist darüber hinaus wie die XP30 mit einem GPS-Empfänger ausgestattet. Mit dessen Hilfe kann sich der Fotograf die zurückgelegte Fotoroute sowohl auf dem Kameradisplay als auch im Nachhinein am PC-Bildschirm anschauen. Alle drei Modelle sollen ab Mitte Februar im Handel erhältlich sein. Entsprechend ihrer Ausstattung ist die XP50 mit 180 Euro die Günstigste, gefolgt von der XP100 für 230 Euro und der XP150 für 250 Euro.

Sie neue S4200

(Bild: Fujifilm)

Fujifilm schickt außerdem weitere Superzoommodelle auf den Markt und erweitert damit seine S- und die SL-Serie. Die neuen Modelle Finepix S4400, S4300, S4200 und S2980 haben allesamt einen 14-Megapixel-CCD-Sensor, ein 3-Zoll-Display mit einer Auflösung von 230.000 Pixeln sowie einen elektronischen Sucher mit einer Auflösung von 200.000 Pixeln. Filmen können die Allrounder in HD (720p). Dank miniHDMI-Anschluss kommen die selbstgedrehten Filme in hoher Auflösung direkt auf den Fernseher.

Das war es dann auch mit den Gemeinsamkeiten. Die S4500 bietet einen 30-fach Zoom bei einer Brennweite von 24-720mm, die S4300 einen 26-fach Zoom und eine Brennweite von 24-624 mm, die S4200 kommt mit 24-fach Zoom bei einer Brennweite von 24-576 mm und die S2980 mit 18-fach Zoom und einer Brennweite von 28-504 mm.

Mit 180 Euro ist die S2980 die preiswerteste der neuen Superzoomkameras der S-Serie. 240 Euro gibt der Hersteller für die S4500 an, die restlichen neuen Modelle rangieren dazwischen. Erhältlich sollen sie ab Mitte Februar 2012 sein.

Anfang März erweitern SL260 und SL300 die SL-Serie für 260 beziehungsweise 280 Euro. Die SL300 bietet einen 30-fach Zoom bei einer Brennweite von 24-720 mm, die 260 einen 26-fach Zoom mit einer Brennweite von 24-624 mm. Beide Kameras filmen in HD und haben einen 14-Megapixel-CCD-Sensor. Der elekronischen Sucher bietet dazu noch einen Dioptrin-Ausgleich – praktisch für Brillenträger. Das LC-Display hat eine Auflösung von 460.000 Pixeln. Im Gegensatz zu den Modellen der S-Serie, die mit AA-Batterien gefüttert werden, haben SL260 und 300 einen Lithium-Ionen-Akku an Bord. Eine Akkuladung soll für etwa 300 Bilder reichen.

Gleich fünf Kameras mit EXR-Sensor erweitern ab dem Frühjahr das Sortiment. Dieser spezielle CMOS-Sensor erlaubt das Zusammenschalten mehrerer Pixel auf dem Sensor, um für eine besonders hohe Auflösung, eine hohe Dynamik oder ein optimiertes Rauschverhalten zu sorgen. Von Superzoom bis zur stylisch flachen Periskopzoom-Kamera reicht dabei das Angebot. Die Kameras unterscheiden sich aber teilweise nur im Detail.

HS30EXR

Bridgekamera HS30EXR

(Bild: Fujifilm)

Die HS30EXR setzt wie alle vorgestellten EXR-Kameras auf einen stabilisierten 1/2-Zoll großen 16-Megapixel-Sensor. Mit ihrem 30-fach Zoom deckt die Kamera einen kleinbildäquivalenten Brennweitenbereich von 24-720 Millimetern ab (f/2.8-5.6). Fotografen wird es freuen: Die Brennweite lässt sich mit einem stufenlosen Zoomring am Objektiv einstellen. Als Verbesserung zum Vorgängermodell HS20 verspricht Fujifilm eine deutlich schnellere Startzeit und ein um 30 Prozent verbessertes Rauschverhalten. Sehr positiv sind die P/A/S/M-Belichtungseinstellungen. Neu hinzugekommen sind ein Modus zur Aufnahme von 360-Grad-Panoramen und ein "Face-Tracking“-Autofokus. Die Motivkontrolle kann wahlweise mit dem elektronischen Sucher (920.000 Subpixel) oder auf dem 3-Zoll großen Display vorgenommen werden. Der Hersteller will hier mit einem "Sonnenlicht-Modus“ für bessere Ablesbarkeit bei Sonneneinstrahlung sorgen. Bewegtbilder werden in 1080p (30 fps) aufgezeichnet. Die Möglichkeit zur Aufnahme von Bildern im Raw-Format und ein TTL-Blitzschuh runden die umfangreiche Ausstattung ab. Ab März soll die HS30EXR für 450 Euro erhältlich sein.

F770EXR, F750EXR, F660EXR

Alle drei Kameras der F-Serie stecken in einem stabilen Metallgehäuse und nutzen zur Aufnahme einen 16-Megapixel-CMOS. Unterschiede gibt es beim Zoombereich: Während die F770EXR und die F750EXR mit ihrem 20-fach-Zoom einen Brennweitenbereich von 25-500 Millimetern bieten, hat die F660EXR einen etwas geringeren Zoomfaktor von 15 (24-360 Millimeter). Wie auch bei der Superzoomschwester HS30EXR gibt es dank P/A/S/M bei der Belichtungswahl keine Einschränkungen. Highlight und lediglich bei der F770EXR vorhanden, ist ein GPS Modul, mit dem der Aufnahmeort gespeichert werden kann. Die F770EXR soll für 330 Euro, die F750EXR für 300 Euro und die F660EXR für 250 Euro ab März im Handel erhältlich sein.

Z1000EXR

Flacher als die zoomstarken F-Kameras ist die Z1000EXR gebaut. Dafür hat sie auch nur ein 5-fach-Zoom (28-140 Millimeter), das sich in Periskop-Bauweise im Gehäuse befindet. Auch bei der Z1000EXR ist ein stabilisierter 16-Megapixel-EXR-CMOS-Sensor verbaut. Bedient wird die "Lifestyle-Kamera" mit den Fingern, auf einem 3,5-Zoll großen Touchscreen. Anders als die Kameras der F- und HS-Serie ist man bei der Belichtung auf Motivprogramme und Programmautomatik angewiesen, dafür lassen sich die aufgenommenen Bilder drahtlos an Android und iOS Geräte übertragen. Die Z1000EXR soll ab Anfang März für 250 Euro im Handel erhältlich sein.

Einsteigerkamera T400

(Bild: Fujifilm)

Bei den T-Modellen ist vor allem Modellpflege angesagt: Die Nachfolger der T250/T300-Kameras hören auf die Modellbezeichnungen Finepix T350 beziehungsweise T400. Sie zoomen nach wie vor 10-fach und lösen 14 und 16 Megapixel auf – letzteres sind zwei Megapixel mehr als bei den Vorgängermodellen. Außerdem wurden Fujifilm zufolge die Einschaltzeit und die Auslöseverzögerung deutlich reduziert, das Display verbessert und die Funktionsknöpfe günstiger platziert.

Ein ähnliches Bild bei den Einsteiger-Kameras: Neu ist die JZ100 sowie zwei JX-Modelle, die leicht überarbeitet wurden – die JX500 und die JX700. Letztere versucht Consumer mit 16 Megapixeln zu beeindrucken, kostet dafür mit 119 Euro auch dreißig Euro mehr als die kleine Schwester, die 14 Megapixel auflöst. (keh)