T-Mobile Tschechien testet DVB-H-Angebot
Die Nummer eins auf dem tschechischen Mobilfunkmarkt präsentiert auf der Messe INVEX Taschenfernseher mit Rückkanal. Die Prototypen stammen von BenQ, Siemens liefert die Sendetechnik.
Auf der Messe INVEX, die noch bis zum 27. Oktober in Brno (Brünn), Tschechien, stattfindet, stellt T-Mobile Czech Republic mobiles Fernsehen im Standard DVB-H (Digital Video Broadcast-Handheld) vor. Die Nummer eins im tschechischen Mobilfunkmarkt (4,5 Millionen Kunden) nutzt während der Messe vier DVB-H-Kanäle und bietet neben Angeboten normaler TV-Stationen wie Popmusik oder Nachrichten eine Direktübertragung vom Messestand. Über das "normale" Fernsehen hinaus können die Besucher interaktive Services ausprobieren — worunter mobilfunktypische Einnahmequellen wie Voting oder die Bestellung von Klingeltönen fallen.
Die verwendeten Prototypen eines mobilen Taschenfernsehers mit RĂĽckkanal ĂĽber den Mobilfunkbetreiber stammen von BenQ. Die Systemplattform fĂĽr die Messe-Demonstration stammt von Siemens Communications.
In Deutschland dürfte der mit DVB-H nicht kompatible Standard DMB die Rolle des Marktöffners für Handy-TV zufallen: Ein Grund liegt darin, dass in Deutschland derzeit nur wenige für DVB-H geeignete Frequenzen verfügbar sind. Daher setzt die Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg im Rahmen einer Ausschreibung für ein Erprobungsprojekt für mobile Rundfunkdienste zunächst auf DMB.
Einen DVB-H-Versuchssender in Deutschland haben Anfang Oktober das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS und der Lehrstuhl für Informationstechnik LIKE der Universität Erlangen-Nürnberg in Betrieb genommen. (ssu)