US-Bundesstaaten verklagen DRAM-Hersteller wegen Preisabsprachen

Insgesamt 30 Bundesstaaten wollen unter anderem gegen Infineon, Samsung, Micron und Hynix klagen, da sie durch Preisabsprachen bei DRAMs die Preise für Computer und andere elektronische Geräte wettbewerbswidrig in die Höhe getrieben hätten.

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  • JĂĽrgen Kuri

Der New Yorker Generalstaatsanwalt Eliot Spitzer und seine Kollegen aus weiteren Bundesstaaten verklagen fĂĽhrende Speicherchip-Hersteller wie Infineon und Samsung wegen illegaler Preisabsprachen. Von mehr als 30 weiteren Bundesstaaten wĂĽrden ebenfalls entsprechende Klagen erwartet, sagte der kalifornische Generalstaatsanwalt Bill Lockyer.

Durch geheime Preisabsprachen bei DRAM sollen die Firmen die Kosten für Computer und elektronische Geräte in die Höhe getrieben haben. Betroffen davon seien OEMs und andere Kunden für DRAM-Chips. Infineon wollte sich in München nicht zu einer drohenden Klage äußern. "Wir kommentieren dies nicht", sagte Infineon-Sprecher Günter Gaugler der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX.

Den Klagen ging eine Untersuchung des US-Justizministeriums voraus, die für vier Chiphersteller in Strafzahlungen von insgesamt mehr als 730 Millionen US-Dollar mündete. Im Rahmen dieser Untersuchung bekannten sich Infineon, Samsung, Hynix und Elpida bereits schuldig; einzelne Manager waren wegen Preisabsprachen sogar im Gefängnis gelandet. Die neue Klage der US-Bundesstaaten richtet sich nun neben Infineon, Micron und Samsung auch gegen Elpida Memory, Hynix Semiconductor, Mosel-Vitelic, Nanya und NEC Electronics America. (jk)