Matsushita-Chef bedauert japanischen Handy-Alleingang
Fumio Ohtsubo, Vorstandsvorsitzender des größten japanischen Elektronikkonzerns, sieht wenig Chancen, die Marktdominanz von Nokia & Co. zu knacken.
Fumio Ohtsubo, Vorstandsvorsitzender von Matsushita, hat im Interview mit dem Technologie-Magazin Technology Review die unterschiedlichen Mobilfunkstandards in Europa, Asien und den USA bedauert, die es den japanischen Unternehmen nicht möglich gemacht hätten, ihre Technologie durchzusetzen. "Europa und die USA sind sehr hart. In beiden Märkten gibt es mächtige Hersteller", sagte er. Das Unternehmen konzentriere sich deshalb vor allem auf den Heimatmarkt, wo man aktuell daran arbeite, den Gerätemarktanteil beim Provider NTT DoCoMo zu steigern.
Die Matsushita Electric Industrial, weltweit vor allem durch ihre Hauptmarke Panasonic bekannt, ist der größte Elektronikkonzern Japans. Im europäischen und amerikanischen Mobilfunkmarkt konnte man sich hingegen kaum etablieren. Zum Technologievorsprung in Japan, wo bereits mit deutlich mehr Bandbreite mobil gesurft werden kann, sagte Ohtsubo: "Vielleicht sind wir zu schnell."
Matsushita sieht im Handy-Markt jedoch weiterhin Chancen: "Ab 2009 werden die Netzwerke der nächsten Generation eingeführt, die so genannte 3.9-Generation. Vielleicht werden die Japaner diese Technik für ihre globale Expansion nutzen." Er persönlich denke aber, dass Panasonic sich eher auf China und den asiatischen Markt fokussieren werde: "Das ist das beste Szenario."
Das ganze Interview in Technology Review online:
(bsc)