Betriebsrat von Fujitsu Siemens lehnt 40-Stunden-Woche ab
Fujitsu-Siemens-Chef Bischoff hatte angekündigt, dass die beiden Werke in Augsburg und Sömmerda mit der 35-Stunden-Woche nicht zu halten seien.
Der Gesamtbetriebsrat des PC-Herstellers Fujitsu Siemens lehnt Pläne von Vorstandschef Bernd Bischoff zur Einführung der 40-Stunden Woche ab. "Wir müssen bei Fujitsu Siemens insgesamt zu Kostensenkungen kommen", sagte Fujitsu-Siemens-Gesamtbetriebsratschef Otto Müller der Tageszeitung Die Welt. "In der reinen PC-Produktion halten wir eine starre 40-Stunden-Regelung jedoch für falsch." Dort gebe es mit den erprobten flexiblen Arbeitszeitmodellen genug Spielräume, die Produktionskosten niedrig zu halten.
Deutliche Einsparpotenziale sieht Müller dagegen in den kaufmännischen Bereichen, in der Verwaltung und in den Entwicklungsabteilungen des PC-Herstellers. "Wir sollten das Thema auch nicht auf einzelne Standorte beziehen", sagte Müller. Fujitsu-Siemens-Chef Bischoff hatte angekündigt, dass die beiden Werke in Augsburg und Sömmerda mit der 35-Stunden-Woche nicht zu halten seien. "Wir sollten wieder bei 40-Stunden landen", sagte Bischoff. In Augsburg sind 2000 Mitarbeiter beschäftigt, davon rund 1000 in der Produktion. Das Werk Sömmerda in Thüringen hat rund 400 Mitarbeiter. (dpa) / (jk)