SAP wartet auf Reaktion der Retek-Führungsspitze
Erst wenn eine Reaktion des Softwareherstellers auf die Gegenofferte von Oracle vorliegt, werde SAP über weitere Schritte entscheiden, sagte der Vorstandssprecher Henning Kagermann.
Europas größter Softwarehersteller SAP hat heute offen gelassen, ob er in einen Bieterwettkampf um den US-Softwareanbieter Retek einsteigt. SAP-Chef Henning Kagermann sagte auf der CeBIT in Hannover, dass SAP nach dem Gegengebot durch Oracle auf eine Reaktion der Retek-Führungsspitze wartet. "Sobald diese da ist, werden wir uns diese anschauen und dann entscheiden, wie wir weiter vorgehen."
SAP hatte Ende Februar die Übernahme von Retek für 486 Millionen US-Dollar 8,50 US-Dollar je Aktie angekündigt und dabei die Unterstützung des Retek-Managements erhalten. Am Dienstagabend hatte Oracle angekündigt, Retek für 515 Millionen Dollar oder 9 Dollar je Aktie kaufen zu wollen. Der zweitgrößte Softwarehersteller der Welt teilte außerdem mit, dass er bereits 10 Prozent des Retek-Aktienkapitals aufgekauft hat.
SAP betonte daraufhin die eigenen Stärken. Man biete den Retek-Kunden die bessere Anwendungen als Oracle. Die Aussichten für Retek seien damit insgesamt günstiger, hieß es in einer Mitteilung am Mittwochabend. (dpa) / (anw)