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Notebooks: Rund um Sonoma

Viele Notebook-Hersteller haben sich in Halle 2 versammelt, fĂĽr einige Neuvorstellungen mĂĽssen Messebesucher ein paar Hallen weiter laufen.

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Von
  • Dr. JĂĽrgen Rink

Wie unterschiedlich die Hersteller Intels Sonoma-Plattform umsetzen ist ebenso spannend wie die zahlreichen Display-Formate und die davon abgeleiteten Bauformen. Nach Intels Januar-Launch der neuen Centrino-Generation mit Namen Sonoma haben alle Hersteller damit ausgestattete Geräte im Gepäck – zumindest die, die an der Messe teilnehmen.

Zur Sonoma-Plattform gehört neben Pentium M und WLAN der Chipsatz Intel i915. Damit bleibt zumindest theoretisch im Innern von Notebooks kein Stein mehr auf dem anderen: Grafikkarten sind mit PCI-Express angebunden, High Definition Audio (HDA) ersetzt AC'97, die Festplatte tauscht über Serial ATA Daten aus, der ExpressCard-Einschub soll den PC-Card-Slot ablösen und Hauptspeicher nach der DDR-2-Spezifikation verrichtet zukünftig seinen Dienst in Notebooks.

Doch die Hersteller setzen die Neuerungen eher behutsam ein: PC Card und AC'97 werden auch weiterhin viele Geräte haben, Serial ATA scheitert im Moment mangels Festplatten. Immerhin baut Toshiba (Halle 1, Stand 6h2) in einigen Geräten der Business-Serie Tecra neben einen PC-Card-Slot bereits einen Express-Card-Einschub ein. In Neuvorstellungen von Tecra-Modellen feiert auch der Uralt-Port RS-232 wieder fröhliche Urständ – auf Wunsch der Business-Kunden, so Toshiba.

Für Sonoma-Geräte mit den schnellsten Pentium M und leistungsfähigen PCI-Express-Grafikchips haben einige Anbieter den Begriff Mobile Workstation wiederentdeckt. Darunter fällt das Celsius H230 von Fujitsu-Siemens (Halle 1, Stand 5e2) mit ATI Mobility FireGLT V5000, 256 MByte Grafikspeicher und 15-Zoll-Display mit 1600 x 1200 Bildpunkten – und ebenfalls mit dem alten Bekannten RS-232.

Bislang war ATI mit dem Mobility Radeon ab Modell 9600 bei 3D-Grafikchips das Maß aller Dinge. Damit das so bleibt, hat ATI eine Vielzahl von Grafiklösungen für Sonoma vorgestellt, darunter den Mobility Radeon X700. Nvidia kontert unter anderem mit dem GeForce 6 Go 6200, zu sehen im Acer TravelMate 4150 mit dem in Notebooks immer noch seltenen DVI-Anschluss für ein externes Display. Elitegroup (Halle 22, Stand A30) zeigt im ECS 910 bereits den Nvidia GeForce Go 6800.

AMDs Antwort auf den Pentium M heißt Turion und kann ähnlich gute Verbrauchswerte wie der Intel-Konkurrent vorweisen. Acer zeigt den Prozessor bereits auf seinem Messestand in Modellen der Aspire-5000- und Aspire-5020-Serie.

Anwender, die aufs Gewicht ihrer mobilen Begleiter achten, könnten an Samsungs (Halle 21, Stand B44) Modellpalette mit leichten und flachen Notebooks Gefallen finden: Das X20 XVM 1600 II wiegt 2,4 kg, hat ein 15-Zoll-Display im Deckel und läuft mit Pentium M 730 sowie ATI Mobility Radeon X600. Das Asus W2000N hingegen ist eines der wenigen flachen Modelle mit 17-Zoll-Display (Halle 2, Stand E10). (jr)