"DVD Download"-Logo für legale Film-Downloads
Hollywood-Studios und Technikfirmen haben die Spezifikation des Kopierschutzverfahrens "Recordable CSS" verabschiedet.
Nachdem sich Hollywood-Studios und Technikfirmen im vergangenen Jahr darauf einigten, legal aus dem Netz geladene Filme mit dem CSS-Verschlüsselungsstandard auf DVDs zu sichern, hat das Steuerungskomitee des "DVD Forum" bereits Ende Januar Spezifikation 1.0 der "DVD-R for CSS Managed Recording" (kurz "Recordable CSS") verabschiedet. Außerdem einigten sich die Mitglieder auf ein offizielles Logo für legale Film-Downloads, die sich auf "DVD-R for CSS Managed Recording" brennen lassen. Obwohl das CSS-Verschlüsselungssystem bereits vor Jahren geknackt wurde, hält die Industrie es offenbar für ausreichend sicher, um die Mehrzahl der Nutzer von illegitimen Kopien abzuhalten.
Legale Download-Dienste wie in2movies kranken bislang daran, dass die im Windows-Media-Format ausgelieferten Filme sich nicht auf Stand-alone-DVD-Playern abspielen lassen. CinemaNow setzte bereits frühzeitig auf fluxDVD. Der Schutzmechanismus erlaubt es, die gebrannten Scheiben auf Stand-alone-Geräten abzuspielen, sichert die Discs aber mit fehlerhaften Sektoren gegen das Auslesen. Obwohl auch dieses Verfahren inzwischen umgangen wurde, bestünde der Vorteil darin, dass die Konsumenten nicht wie bei "Recordable CSS" neue Brenner und – vermutlich teurere – Spezialrohlinge kaufen müssten. Ob sich potenzielle Kunden extra einen neuen Brenner kaufen, der "DVD-R for CSS Managed Recording" unterstützt, bleibt abzuwarten. (vza)