Erster Silizium-Laser im sichtbaren Bereich

Wissenschaftler der University of Cincinatti haben den weltweit ersten Silizium-Laser entwickelt, der im sichtbaren Bereich arbeitet.

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Wissenschaftler der University of Cincinatti haben den weltweit ersten Silizium-Laser entwickelt, der im sichtbaren Bereich arbeitet. Zwar musste der aus mit Europium dotiertem Galliumnitid-Material bestehende Laser mit einem Stickstoff-Laser gepumpt werden. Die Gruppe um Andrew Steckl ist aber zuversichtlich, im Rennen um den ersten elektrisch getriebenen Silizium-Laser nun auf einem der vorderen Plätze zu liegen. Die Wissenschaftler beschreiben ihr Experiment in der Fachzeitschrift Journal of Applied Physics (J. H. Park and A. J. Steckla, Demonstration of a visible laser on silicon using Eu-doped GaN thin films, Journal of Applied Physics, Vol. 98, S. 056108, PDF)

Laser aus Silizium gelten als eine Art heiliger Gral für die Optoelektronik, weil sie die zwanglose Verknüpfung von optoelektronischen Bauelementen und CMOS-Technologie erlauben würden. Dem steht allerdings bislang im Wege, dass sich zwar brauchbare Photodioden aus Silizium bauen lassen; das Material aber als Emitter von Licht nicht taugt. Seit Jahren greifen Wissenschaftler deshalb tief in die physikalische Trickkiste, um dennoch Silizium-Laser zu bauen. Zuletzt hatte eine Kooperation der University of California und Intel mit einem Silizium-Inrarot-Laser auf der Basis von stimulierter Ramanemission für Furore gesorgt. Auch dieser Laser musste jedoch mit einem anderen Laser gepumpt werden. (wst)