LCD-Geschäft drückt LG Electronics in die Verlustzone
Bei Mobiltelefonen konnte der südkoreanische Elektronikkonzern kräftig zulegen, während die Beteiligung an LG Philips LCD die Bilanzen vermieste.
Der südkoreanische Elektronikkonzern LG Electronics ist im zweiten Quartal seines Geschäftsjahrs in die Verlustzone gerutscht. Der Fehlbetrag beläuft sich auf 9,7 Milliarden Won (8,1 Millionen Euro) nach einem Überschuss von 150,6 Milliarden Won (125,8 Millionen Euro) in der gleichen Vorjahresperiode. Das Unternehmen begründete den Gewinneinbruch mit der Beteiligung an dem Flachbildschirm-Hersteller LG Philips LCD, der vor kurzem Rekordverluste auswies.
An dem Gemeinschaftsunternehmen mit dem niederländischen Elektronikkonzern Philips halten die Koreaner nach letzten Angaben 37,9 Prozent. Der Einbruch bei dem Joint Venture hängt mit dem unter den Erwartungen liegenden Absätzen von Flachbildschirmen und dem harten Preiskampf zusammen. Der niederländische Elektronikkonzern Philips hatte ebenfalls negative Auswirkungen der Beteiligung an LG Philips LCD auf die Bilanzen beklagt.
Operativ verbuchte LG Electronics einen kräftigen Zuschlag, der vor allem von der Handy-Sparte getragen wurde. Der operative Gewinn wuchs um 32,4 Prozent auf 190,5 Milliarden Won (159,1 Millionen Euro) und lag damit deutlich über den Erwartungen der Analysten. Der Umsatz kletterte um 3,2 Prozent auf 5,8 Billionen Won (4,8 Milliarden Euro). (dpa) / (jk)