"sex.com": Domain-BetrĂĽger verhaftet
Stephen Michael Cohen, der sich im Jahr 1995 die Domain "sex.com" erschlichen hatte und in der Zwischenzeit zu 65 Millionen US-Dollar Schadensersatz verurteilt worden war, wurde in Mexiko verhaftet.
Der US-Amerikaner Stephen Michael Cohen, der sich 1995 die Domain sex.com erschlichen hat, ist in der vergangenen Woche in Mexiko verhaftet und US-amerikanischen Strafverfolgern ĂĽbergeben worden. Das berichtet The San Diego Union-Tribune. Er sei festgenommen worden, als er sich eine Aufenthaltserlaubnis besorgen wollte, heiĂźt es.
1995 gelang es dem mehrfach vorbestraften Betrüger Cohen, den Domain-Namen sex.com mit einem Trick an sich zu reißen. Er gab sich auf einem gefälschten Schreiben an den damaligen Registrar Network Solutions als Geschäftsführer von Online Classifieds, auf die die Domain registriert war, aus und bat darum, wegen fortgesetzter Probleme mit der Internet-Anbindung die Domain auf "die autorisierte Person" Stephen Michael Cohen umzuschreiben. Network Solutions, heute geführt von VeriSign, tat dies ohne nähere Prüfung und ohne Rücksicht auf die Namens- und Eigentumsrechte und bekam deshalb juristischen Ärger.
Cohen wurde im Jahr 2001 zu einer Zahlung von 65 Millionen US-Dollar verurteilt, flĂĽchtete allerdings nach Mexiko und hat bis heute keinen US-Dollar Schadensersatz an den Sex.com-Besitzer Kremen gezahlt. Kremen musste fĂĽr den Rechtsstreit 4,5 Millionen US-Dollar aufbringen. Der US-Amerikaner lieĂź 1994 den Domainnamen "sex.com" auf seine Firma Online Classifieds registrieren. (anw)